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Übrigens segnen wir beim Versiegen der Lebensenergie nicht direkt das Zeitliche. Es folgt nämlich zunächst eine Art Gnadenfrist. Die Sicht wird gräulich und verschwommen, der Held kniet vor Schmerzen nieder und ein Countdown läuft ab. Schaffen wir es noch, innerhalb des Zeitrahmens und unter diesen erschwerten Umständen irgendeinen Feind über den Jordan zu schicken, bekommen wir einen Kraftschub und dürfen mit einem Bruchteil der maximalen Lebenskraft weitermachen. Andernfalls respawnen wir am letzten Kontrollpunkt und müssen eine Art Reinkarnationsstrafe zahlen, die durchaus bis in den vierstelligen Bereich gehen kann. An Kohle mangelt es aber kaum, weil wir wirklich an fast jeder Ecke verwertbare Gegenstände oder Dollar-Scheine finden.
Zwar können Laufwege generell durch unbegrenztes Sprinten verkürzt werden, doch ist es in weitläufigeren Gebieten sehr von Vorteil, auf Fahrzeuge zurückgreifen zu können. Sobald wir das nötige Ersatzteil für eine Fahrzeugstation besorgt haben, dürfen wir uns an den sinnvoll in Pandora verteilten Stationen jederzeit einen bewaffneten Panzerbuggy spawnen lassen - gratis! Von der Steuerung sind wir allerdings eher weniger begeistert. Der linke Analogstick dient zum Gasgeben und Bremsen, während der rechte Analogstick sowohl für den Rundumblick als auch fürs Lenken verantwortlich ist. Das ist extrem gewöhnungsbedürftig und führt gerade zu Beginn zu ungewollten Crashs mit der Spielumgebung. Leider sind selbst kleinere Objekte wie Holzhütten, Masten und Kisten physikalisch nicht beeinflussbar, weshalb es sich anfühlt, als würden wir mit der Karre gegen eine Betonwand fahren. Generell ist die Spielwelt viel zu statisch - explosive Fässer tangieren lediglich in der Nähe befindliche Lebewesen. Mehr als Einschusslöcher sind von Wänden, Tischen und Truhen nicht zu erwarten - schade!
Überraschenderweise ist unsere deutsche Vorabversion übrigens noch komplett unzensiert, weshalb wir an dieser Stelle mal genauer auf die Gewalteffekte eingehen können. Zwar ist die gewöhnungsbedürftige Cel-Shading-Grafik alles andere als realistisch, doch wirkt es nicht minder delikat, wenn die comicähnlichen Figuren in Stücke gefetzt werden. Beine und Arme reissen ab, aus den Stümpfen spritzt stossweise Blut, das den Boden besudelt. Kopftreffer lassen die Schädel zerplatzen und die Leichen ausbluten. Und wenn wir ein Tier oder einen Banditen mit dem Panzerbuggy überrollen, kann man die armen Kreaturen danach in Stückchen von der Strasse aufsammeln. Und wer einmal Gegner in Brand gesetzt und schreiend zu Asche zerfallen sah, wird spätestens dann eingestehen müssen, dass Borderlands nichts für Zartbesaitete ist - und schon gar nicht für Zocker unter 18 Jahren. Die deutsche USK-Fassung wird derlei Gewalteffekte nicht enthalten - lediglich Blutspritzer sollen von der Zensur unangetastet bleiben. |
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