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Need for Speed - Undercover


Daniel Boll

Need for Speed - Undercover

 
Plattform auswählen:        
Hersteller: Electronic Arts
Publisher: Electronic Arts
Genre: Simulation und Sport: Simulation
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
PEGI: 12+
Spieler: 8
System Min.: Einkern-CPU mit 3.0 GHz, 1024 MB RAM, DirectX 9-Grafikkarte mit 128 MB
System Empf.:
GBase Empf.: Zweikern-CPU mit 2 GHz, 2048 MB RAM, DirectX-9-Grafikkarte mit 256 MB
Weitere Infos: Game-Facts zu Need for Speed - Undercover
Fazit von Daniel Boll (PC)
Eigentlich hatte ich wirklich auf einen würdigen Most Wanted-Nachfolger gehofft. Die Zutaten hierfür sind ja auch durchaus vorhanden: Rennen bei Tag, Verfolgungsjagden mit der Polizei, ein leckeres Schadensmodell und eine Handlung mit realen Schauspielern. Leider wurde vieles nur halbherzig umgesetzt. Die unperformante Engine ist nervtötend und kann vor allem in knappen Master-Events spielentscheidend sein. Die Hintergrundgeschichte wirkt uninspiriert und lieblos, trotz recht solider Schauspielerleistungen. Sehr schade, denn gerade für dieses Need for Speed-Projekt hatten die Entwickler diesmal zwei Jahre Zeit, anstatt der üblichen zwölf Monate.

Sein wahres Potenzial entfaltet Undercover sowieso erst nach drei oder vier Stunden. Dann werden die Rennen nämlich spürbar anspruchsvoller und das Wagen- sowie Tuning-Angebot erst richtig interessant. Damit verbunden lechze ich natürlich erst recht nach viel Geld und gutem Fahrerkönnen. Abwechslung wird sowieso ausreichend geboten. Habe ich keine Lust auf Sprint- oder Rundenrennen, lege ich mich zwischendurch mit den Cops an, ziehe eine Spur der Verwüstung durch die Stadt oder versuche mich an einem Bosskampf oder Autodiebstahl. Das Ganze wird von guten Pop- und Hip-Hop-Songs begleitet, die teils Ohrwurmpotenzial haben. Auf eines hatte ich bislang aber keine Lust: die Stadt zu erkunden. Dafür wird grafisch einfach zu wenig geboten und die Slowdowns versüssen mir auch nicht gerade eine Sightseeing-Tour.

Ich rate nicht generell von einem Kauf ab, würde aber zumindest empfehlen, auf den in Arbeit befindlichen Patch zu warten, der die Performance-Probleme beseitigen soll. Dann erhaltet ihr für euer Geld einen durchaus soliden Most Wanted-Nachfolger, dem es nur etwas an Inspiration fehlt.

PC-Wertung: 7.0


Fazit von Christian Breitbach (PS3)
Was ist denn da schiefgegangen? Nach Pro Street hoffte ich auf einen soliden Nachfolger, der Tag-und-Nacht-Wechsel kombiniert, mehr auf Geschwindigkeit setzt und eine stabile Framerate gewährleistet. Umgesetzt wurde davon allerdings wenig. Die Framerate ist sehr unkonstant und liegt bei gefühlten 20 Bildern pro Sekunde. Zudem finden alle Rennen ausschliesslich am Tage statt. Dass aufgrund der heftigen Ruckler kein richtiges Geschwindigkeitsgefühl entstehen kann, sollte klar sein. Vor allem die ruckelanfällige PlayStation 3 kommt hier ganz schlecht weg. Ferner nervt mich auch das teure Fahrzeug-Tuning. Die Preise für die Teile sind horrend und so muss ich mir genau überlegen, was ich kaufe. Es gibt zwar die Möglichkeit, gegen echtes Geld neue Tuning-Teile nachzukaufen, doch sehe ich das irgendwo nicht ein. Allein für diese Nachrüstung mit echtem Geld bekommt EA moralische Minuspunkte von mir. Wo wir gerade bei den Autos sind: Der Fuhrpark umfasst immerhin mehr Wagen als Konkurrent Midnight Club.

Positiv ist auch die Musikauswahl. Diese umfasst ein breites Band-Aufgebot und sollte für jeden etwas parat haben. Zweischneidig ist aber auch das stark vereinfachte Gameplay. Meistens reicht es aus, vom Gas zu gehen, um eine Kurve zu überwinden. Die Bremstaste kommt ganz selten zum Einsatz. Das macht das Spiel einerseits sehr einsteigerfreundlich, aber auch anspruchslos.

Insgesamt hinterlässt Need for Speed: Undercover einen faden Beigeschmack. Die Wertung meiner Kollegen kann ich für die PlayStation 3-Fassung keinesfalls verantworten. Ich kann nur in den Sechs-Punkte-Bereich eintauchen, aber auch nur aufgrund der Spielmodi und des grossen Fuhrparks. Nächstes Mal möchte ich dann aber ein ruckelfreies Spiel mit innovativen Ideen.

PS3-Wertung: 6.0

Fazit von Daniel Amstutz (Konsolenfassungen)
Ach ne, das kann es nun echt nicht sein! Schon das Intro von Need for Speed: Undercover ruckelt sowohl auf der Xbox 360 wie auch der PlayStation 3 stark. Ein Manko, das sich durch das ganze Spiel hindurch zieht. Da scheinen die Entwickler nun wirklich arg wenig Zeit gehabt zu haben, denn die Technik ist wirklich miserabel! Miserabel ist ein zu hartes Wort? Nein, denn schon Need for Speed: Most Wanted sah besser aus, obwohl der Titel auch drei Jahre auf dem Buckel hat. Dabei hat die aktuelle Ausgabe einiges zu bieten, dass sie zu einem tollen Rennspiel machen könnte: Gelungene Rennen, dichter Gegenverkehr und spassige Auseinandersetzungen mit der Polizei. Dieser Spielspass wird aber dank Geruckel und unsauberer Steuerung zerstört - ich persönlich würde sogar noch zwei Punkte weniger geben als unsere offizielle Note.

Anders sieht das Geschehen auf der Nintendo Wii, Sonys PSP und der Sony PlayStation 2 aus. Obwohl die Versionen inhaltlich etwas kürzer sind als die grossen Brüder, machen die Spiele dank in Bezug auf Flüssigkeit technisch besserer Darstellung und direkterer Steuerung deutlich mehr Spass. Zwar bekommt der Käufer hier auch kein Highlight, aber zumindest gute Rennspielkost.

Zu guter Letzt bleibt noch die Nintendo DS-Version, welche ein Mittelding aus allen Versionen darstellt, fast keine Ruckler, weniger Missionen, keine Videos - aber der Titel ist besser gelungen als auf den stärksten Konsolen!

Xbox360: 6.0
Wii: 7.0
PS2: 7.0
PSP: 6.5
NDS: 6.5

Review Lesen - Seite 1

Pro: Contra:
+ Coole Musik
+ Handlung mit Schauspielern...
+ Hübsche Wagenmodelle...
+ Motivierende Charakter- und Wagenentwicklung
+ Online-Modus mit Bestenlisten
+ Schadensmodell
+ Spannende Verfolgungsjagden
- ...die öde inszeniert wurde
- ...unschöne Schatten und Gebäude
- Durchwachsener Schwierigkeitsgrad
- Extreme Performance-Probleme
- Online magere Spielmodiauswahl

Gesamtwertung:  
GBase Score:
-
Herausforderung: Mässig
Geeignet für Amateure
Spieldauer: 20 - 25 Std.
Abwechslung: Gut
Atmosphäre: Geht so
Langzeitmotivation: Gut
Bedienung: Ungenau
Preis/Leistung: Geht so
Multiplayer: Geht so
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Daniel Boll am 04 Dez 2008 @ 00:37
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