Fazit von Martin Weber
Schon die Anime-Serie wendet sich an ein eher erwachsenes Publikum. So verwundert es nicht, dass Afro Samurai nur auf Umwegen die Spieler in Deutschland erreicht. Die Hack-Schnetzel-Einlagen mögen zwar gezeichnet sein, dafür kommen sie umso blutiger über den Bildschirm geschwappt. Der Stil ist gerade für eine japanische Zeichentrickserie äusserst ungewöhnlich. Keine kichernden Schulmädchen mit kurzen Röckchen, keine Helden mit Stachelfrisuren und erst recht keine Tentakelmonster. Dafür glänzt der Titel mit einer stylishen Cel-Shading-Mixtur, die schon den letzten Prince of Persia in den Optikolymp erhob.
Die Story vom innerlich zerissenen Hip-Hop-Helden ist zwar nicht immer zugänglich für Einsteiger, reisst aber durch die Tiefe umso heftiger mit. Da ist es fast schon Nebensache, dass der Samurai es nicht nur mit Unmengen von Pixelgegnern aufnehmen muss, sondern auch mit einer kaum erwähnenswerten Gegner-KI, einer zuweilen nachteiligen Kameraführung und eher nervigen Plattformeinlagen. Trotzdem fesselt die Saga um den Schwertkämpfer mit Ghetto-Flair und seinen geschwätzigen Psycho-Partner bis zum Abspann - auch wenn dieser recht schnell erreicht ist.
Review Lesen - Seite 1
|
| Gesamtwertung: |
 
GBase Score:
7.5 |
| Abwechslung: |
Befriedigend |
| Atmosphäre: |
Sehr Gut |
| Bedienung: |
Befriedigend |
| Langzeitmotivation: |
Befriedigend |
| Herausforderung: |
Befriedigend |
| Spieldauer: |
Ausreichend |
| Multiplayer: |
nicht verfügbar |
| Preis/Leistung: |
Gut |
|