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So Blonde: Review

  Personal Computer 

Und jetzt ein beherzter Griff in die verstaubte Truhe mit Klischees und uralten Spielelementen. Heraus kommt ein blondes Bunny, bereit, in diesem Adventure-Plagiat einen auf Old-School zu machen. Und macht es sogar gut.

Vom Klischee, Frauen mit blonden Haaren seien mit weniger Intelligenz gesegnet als Brünette, zehren vermutlich noch ein paar weitere Generationen. Manche Gerüchte sind eben nicht totzukriegen. Das gilt auch für so manches Spielegenre. Wie etwa das des Point 'n' Click-Adventures. Ihr erinnert euch noch an Monkey Island? Den ersten Teil gab es bereits 1990 und er war super. Keine Frage. Wie aber kann es sein, dass kaum ein anderes Genre bis heute so dermassen unverändert geblieben ist? Mal abgesehen von einer hochauflösenderen Grafik und besseren Sounds fügt sich auch So Blonde nahtlos in eine schier endlose Reihe derartiger Spiele ein. Völlig innovationslos, altmodisch und mit sehr viel Mut zum Ideenraub. Superblondine Sunny Blonde macht sich auf, Monkey-Island-Superstar Guybrush Threepwood mit ihrem eigenen Adventure den Rang streitig zu machen.

Völlig verpeilt

Stellt euch Sunny als eine Art Paris Hilton vor: blond, superreich, verwöhnt und auf den ersten Blick naiv und blöd. Die Siebzehnjährige geht während einer Kreuzfahrt über Bord und wird an einer verlassenen Insel an Land gespült. Zum Schrecken der Inselbewohner. Die leben nämlich völlig abgeschnitten von der Zivilisation auf einem Stand wie vor einigen hundert Jahren. Vom Begehr nach einem Telefon, den Behaglichkeiten eines Urlaubsresorts oder den Vorzügen eines Einkaufszentrums haben die noch nie etwas gehört. Das will unser Blondchen allerdings nicht so ganz wahrhaben und nervt vor allem zu Spielbeginn praktisch jeden Bewohner der Insel mit den gleichen Fragen: "Wo ist das Hotel?", "Wo finde ich ein Telefon?" und so weiter. Das nervt übrigens nicht bloss die Inselbewohner, sondern auch euch. Denn wenn das blöde Ding zum zwanzigsten oder dreissigsten Mal nach einem Telefon oder Hotel fragt, dann zerrt das schon arg am Geduldsfaden. Es dauert also etwas, bis sich Sunny in der neuen Umgebung zurechtfindet und euch mit interessanteren Dialogzeilen bei Laune hält. Sunnys Ziele werden es sein, die bösen Machenschaften von rivalisierenden Piratenbanden zu durchschauen, dem Bösewicht Captain One-Eye eins auszuwischen und Verbündete zu finden. Vielleicht schafft sie es ja, aus der Insel ein Urlaubsresort zu machen und selbst von ihr zu fliehen.

So Blonde
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Thomas Richter

So-Blonde


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Thomas Richter am 26 Mrz 2008 @ 07:51
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