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Mercenaries 2 - World in Flames : Review

  Personal Computer Playstation 2 Playstation 3 XBOX 360 

Generell könnt ihr in der riesigen, frei begehbaren Spielwelt nahezu jeden Baum oder Strauch, jedes Haus und jedes Fahr- oder Fluggerät mit den entsprechenden Mitteln dem Erdboden gleichmachen. Sogar die zahlreichen Bohrinseln, die in den Gewässern stehen, könnt ihr spektakulär versenken. Ein echter Spass für Pyromanen.

Habt ihr keine Lust auf die Story-Aufträge, könnt ihr auf die Suche nach Benzinreserven oder Luftschlagmunition gehen, die mal mehr und mal weniger gut versteckt in der Spielwelt auf euch warten. Einmal gefunden, müsst ihr das Gut nur mit einem Rauchsignal markieren und binnen weniger Sekunden holt euer Heli-Pilot das Ding über den Luftweg ab. Darüber hinaus könnt ihr Bonusziele erledigen, wie das Zerstören bestimmter Objekte oder die Gefangennahme wichtiger Personen. Wirklich viel zu entdecken gibt es in der vergleichsweise ausgestorbenen Spielwelt aber nicht. Auf den Strassen tummelt sich meist nur wenig Verkehr, atmosphärische Extras wie Radiosender oder Passanten sind ebenso rar wie echt motivierende Nebenbeschäftigungen à la GTA. Anstatt die Spielwelt zu erkunden, kann man sich also die Zeit noch am besten damit vertreiben, Fahrzeuge oder - mit Hilfe eines automatischen Enterhakens - Helikopter zu klauen oder grundlos Gebäude einzuebnen und mit dem umfangreichen Waffenarsenal herumzuspielen. Kurzzeitig motivierend sind darüber hinaus nur noch die Minispielchen, zu denen euch eure Teamkameraden herausfordern. Die sind aber auch recht schnell gemeistert und finden ausserdem ausschliesslich in oder um euer Hauptquartier statt.

Ganz schön öde hier

Gemessen an dem, was die aktuelle Konsolengeneration in vergleichbaren Titeln auf den Bildschirm zaubert, wirkt Mercenaries 2 optisch dürftig und stellenweise gar unterirdisch hässlich. Grobe Texturen, fehlerhafte Schatten, detailarme Umgebungen, karge Städte und polygonarme Fahrzeuge geben sich die Klinke in die Hand. Die Wassereffekte wirken billig und völlig überholt und selbst die Hauptfiguren an sich hätten detaillierter ausfallen dürfen. Kaschiert wird das Debakel, vor allem in den Zwischensequenzen, durch völlig überzogene Weichzeichner- und Unschärfeeffekte und die zugegebenermassen recht ordentlichen Partikel- und Explosionseffekte. Die sehen immerhin ganz brauchbar aus, was für ein krachendes Actionspiel im Stil von Mercenaries aber auch dringend nötig ist. Es scheint fast, als wäre die unterdurchschnittliche Grafik der Kompromiss, den die Entwickler eingehen mussten, um Mercenaries 2 auch für die PlayStation 2 noch fit zu machen.

Gesteuert wird Mercenaries 2 recht simpel. Zu Fuss bewegt ihr euch mit dem linken Analogstick, legt mit dem linken Trigger an und feuert mit dem rechten. Komplizierter wird es da schon in den arg fummeligen Menüs eures PDAs oder wenn ihr in ein Fahrzeug steigt. Besonders dann pfeift Mercenaries 2 auf Genrestandards. Beschleunigt wird auf der Xbox mit A beziehungsweise X auf der PlayStation 3, gebremst mit X beziehungsweise dem Quadrat-Button auf der PlayStation 3. Alles andere als intuitiv, aber sicherlich nur eine Frage der Zeit, bis man sich daran gewöhnt hat.

Auf der akustischen Seite gibt es krachende Effekte im Gefecht. Ansonsten wirken die Umgebungsgeräusche und die Musikuntermalung reichlich dünn, die deutsche Sprachausgabe schwankt zwischen brauchbar und unpassend und die Sprüche von Passanten oder verbündeten Personen wiederholen sich zu schnell und sind zu laut abgemischt. Immerhin verspricht der Multiplayer-Modus online etwas Spass. Zu zweit dürft ihr dort kooperativ gegen Ramon Solanos Regime antreten und die Spielwelt doppelt verheizen. Das macht immerhin etwas mehr Laune als die Einzelgänger-Tour im Offline-Spiel.

Mercenaries 2 - World in Flames
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Tobias Kuehnlein am 21 Sep 2008 @ 18:30
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