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Die Legende von Beowulf: Review
Eure Fertigkeiten verbessern sich stetig von Level zu Level. Immer mächtigere Waffen stehen euch zur Verfügung. Die Entwickler legten offenbar Wert auf Realismus in diesem Bereich und so ist es kein Wunder, dass die Wikingerwaffen gerne auch mal im Kampf zerbrechen, denn das Härten der Waffen haben die Nordmänner erst spät erlernt. Natürlich geschieht dies meist in ungünstigen Momenten, wenn ihr gerade so schön auf einen Feind einschlagt. Jede Waffenart, egal, ob Ein- oder Zweihänder, unterscheidet sich hinsichtlich Tempo und Schaden, so dass die Kämpfe sich zumindest durch die Waffenwahl unterschieden.
Ein derart auf Kampf betontes Spiel sollte die Action auf dem Bildschirm auch entsprechend eindrucksvoll in Szene setzen. Die Animationen sind zumeist passabel anzuschauen, weisen vor allem aber auch eine Brutalität aus, die man sonst nur selten im Genre antrifft. Allerdings wirken die zahlreichen Blutspritzer nicht nur übertrieben; die Fontänen, die da aus den Leibern und Körpern schiessen, hätten einem B-Horror-Movie gut zu Gesicht gestanden. Literweise fliessen die Tropfen da aus Gliedmassen, lassen Axt- oder Schwerthiebe es nur so sprudeln auf dem Bildschirm, und selbst ein einfacher Faustschlag explodiert förmlich im Gesicht des Feindes.
Trotz aller Brutalität im Spiel schafft es der Titel nicht, langfristig zu begeistern, was unter anderem auch am stark schwankenden Schwierigkeitsgrad liegt. Mal erledigt ihr einen Bossgegner mit spielerischer Leichtigkeit, nur um im nächsten Gruppenkampf gegen ein paar Monster gnadenlos aufgrund der schlechten Übersichtlichkeit unterzugehen. Das frustriert ungemein und zieht sich durch das komplette Spiel.
Technik, die begeistert?Sowohl Level- als auch Figurendesign ist nicht mehr zeitgemäss, speziell auf dem PC erschüttern schwache Grafikelemente die sonst durch gute Musik und passende Kampfgeräusche entstehende Stimmung beträchtlich. Ein seltsames Muster kommt in Nahaufnahmen auf der Haut der Akteure zum Vorschein, einige Clippingfehler fallen ins Auge. Eine störrische Kameraperspektive, fehlende Schattenwürfe und hässliche Texturen sorgen für Abwertungen. Insgesamt wirkt die 360-Version etwas runder, kämpft aber trotzdem mit identischen Problemen.
Die Story des Spiels sei am Rande erwähnt, ist auch für den eigentlichen Spielablauf nur interessant, wenn eure Entscheidungen sich auf das Spielende auswirken. Als Held Beowulf verfügt ihr über die Kraft von 30 Männern; eure Seele scheint gleich zwei Wesen zu gehören, einem rechtschaffenen Helden und dem Monster in euch, das in den Kämpfen entfaltet wird. Ihr reist nach Dänemark, um dort ein übermächtiges Monster zu besiegen und sogar den Thron zu besteigen. Die Gier nach Macht, Gold und Ruhm ist scheinbar unerschöpflich in euch. Wäre doch die Gier der Entwickler nach besserer Spielbarkeit auch nur so gross gewesen.
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