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Spider-Man - Web of Shadows: Review
Doch damit nicht genug. Die dunkle Alien-Suppe macht sich in New York breit und infiziert die Einwohner der Stadt, welche sich darauf hin in recht dumme, aber äusserst zahlreich vorhandene Symbionten verwandeln und Spider-Man nach dem Leben trachten. Zu Spielbeginn streift ihr kurz durch das angegriffene und sich beinahe im Kriegszustand befindliche New York, rettet ein Mitglied einer Sondereinsatztruppe und vertreibt Oberschurken Venom, indem ihr ein paar Autos nach ihm werft.
Nach einer inhaltlich interessanten Cutscene springt das Spiel zeitlich zurück und zeigt euch, wie es zu diesem Desaster kommen konnte. Und das zieht sich ordentlich. So pfiffig die grundlegende Story auch ist, so sehr wird sie durch nichtssagende Missionen in die Länge gezogen. Ihr verprügelt zu Beginn des Spiels Kleinkriminelle und Ganoven, schubst Einbrecher vom Dach und bringt verletzte Zivilisten ins Krankenhaus. Superhelden-Tagewerk also, das mit der eigentlichen Geschichte mal gar nichts zu tun hat. Erst nach einer Weile kommt die Story in Schwung, dann nahen auch die kniffligen und teilweise leider frustrierend fiesen Bosskämpfe. Auch einige Zwischenmissionen warten mit ungewollten Frustmomenten auf, die den Spielspass merklich trüben. Aber lasst den Controller bitte ganz.
Ja wie denn nun?Spielerischer Clou von Web of Shadows - zumindest, wenn es nach den Entwicklern geht - ist die Tatsache, dass ihr jederzeit zwischen Spideys handgeklöppeltem rot-blauen Standard-Dress und dem symbiotisch angehauchten schwarzen Superanzug umschalten könnt. Die Auswirkungen aufs Gameplay merkt ihr schon beim Schwingen durch die Stadt, aber auch bei den Kämpfen. Die zahlreichen Schlag- und Wurfkombinationen wirken deutlich härter und stärker, wenn ihr im Alien-Anzug durch die Stadt streift. Dementsprechend wird Spidey in schwarz auch etwas aggressiver als sonst. Diese ansatzweise vorhandene Wahl der Spielweise geht aber noch viel weiter. An bestimmten Stellen des Spiels müsst ihr euch entscheiden, wie ihr euch verhaltet. Diese Entscheidungen nehmen direkt Auswirkungen auf den Verlauf der Story. Zumindest im ersten Moment. Wir verraten hoffentlich nicht zu viel, wenn wir euch sagen, dass am Ende trotzdem alles wieder fast auf das selbe hinausläuft. Ohnehin könnt ihr nicht zwischen gut und böse differenzieren - es handelt sich hier immerhin um Spider-Man. Die meisten Entscheidungen wirken eher wie eine Wahl zwischen gut und nicht ganz so gut.
Technisch enttäuscht Web of Shadows, und das nicht nur aufgrund der recht leblosen Stadt. Generell wirken die Texturen recht schwach. Sowohl Gebäude als auch Autos und Passanten hätten ein paar Polygone mehr vertragen können. Die Weitsicht ist ordentlich, die matschigen Häuserwände verwandeln sich aber erst relativ spät in detailliertere Texturen. Übermässig spektakuläre Effekte gibt es ebenfalls kaum zu bewundern. Explosionen und Lichteffekte sind untere Mittelklasse. Generell sahen die Spider-Man-Spiele vor zwei Jahren deutlich besser aus als die aktuelle Versoftung. Immerhin: PC- und PlayStation 2-Spieler werden durch den moderaten Anschaffungspreis von rund 30 Euro entschädigt. Unverschämter sieht es für die restlichen Konsolenspieler aus. Für die Xbox 360 und die PlayStation 3 kostet das baugleiche Spiel fast 70 Euro. Frechheit! |
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