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NHL 09: Review

  Playstation 3 XBOX 360 


Besonders beeindruckend ist die Darstellung des Spiels samt der gebotenen Hallenatmosphäre. Wie gewohnt könnt ihr den Einlauf der Hockey-Gladiatoren bewundern, Lichtshows und Laserspektakel geniessen und euch so auf das anstehende Spiel einstellen. Kernige Rock- und Metal-Klänge heizen dem frenetisch jubelnden Publikum ein. Wenn die New Yorker Band Coheed & Cambria die New York Rangers beim Einlauf begleiten, dann passt einfach alles. Überhaupt fällt auf, dass der Soundtrack von NHL 09 hervorragend ausgewählt wurde. Wer dennoch etwas vermisst, kann die Einspielstücke bei Toren, Strafzeiten und ähnlichen Situationen selbst erstellen. Prompt wählten wir als unsere Einlaufmusik passend zu unserer aggressiven Spielweise einen Song von Testament aus. Herrlich, das sorgt für angenehme Schauer auf dem Rücken.

Optisch beeindruckt NHL 09 mit sehr wirklichkeitsnahen Bewegungsabläufen. Die Animationen der Sportler sind phantastisch authentisch geraten, egal, ob Jubelanimationen, einfache Laufbewegung oder das Rückwärtsskaten, hier stimmt fast alles. Etwas bedauerlich allerdings, dass es bei den Check-Aktionen weniger Optionen als früher gibt. Effektive Hüft-Checks sahen wir im Testverlauf keinen, gerade die haben früher viel Salz in der Spielspasssuppe ausgemacht, denn wenn der gegnerische Left-Wing in hohem Bogen auf die harte Eisfläche geknallt ist, sah das schlichtweg grossartig aus. Dies sollte in künftigen Versionen wieder Einzug halten. Die Animationen der Torhüter sind nicht nur glaubwürdig geworden, sie überzeugen auch nach Stunden noch mit realistischen Paraden, die zur jeweiligen Spielsituation passen. Hier hat jemand einen superben Job gemacht. Wer auch immer für die Bewegungsabläufe der Torhüter verantwortlich war, er bekommt von uns ein dickes Sonderlob.

Die Kameraperspektiven bieten für jeden Geschmack etwas. Erst kürzlich lasen wir von einem Fan, der grundsätzlich mit der TV-Ansicht spielen würde, also wie in einem Fussballspiel. Das fanden wir ungewohnt und probierten es einige Spiele lang aus. Allerdings bevorzugen wir nach wie vor die klassische Version und die Eis-Perspektive, mit der man erheblich leichter einschätzen kann, welcher Mitspieler sich für einen Pass anbietet und wo eventuell leere Räume entstehen könnten für einen Alleingang. Besonders im Be-a-Pro-Modus sind die naheren Ansichten sehr aufregend, vermitteln einem das Gefühl, wirklich voll mittendrin zu sein. Kein Wunder, dass man das Spiel von der Bank oder aus dem Strafbankbereich heraus weiterverfolgt, wenn man nicht gerade auf der Eisfläche steht.

Etwas zu euphorisch sind die Zuschauerränge geraten. Zu viele Leute springen immer wieder auf, die gleichen Animationen lassen die lebendige Zuschauerwand, welche mit mehr als ausreichender Polygon-Anzahl bedacht wurde, leider irgendwann langweilig werden. Dafür allerdings passt die Anfeuerung wie die Faust aufs Auge. Schiesst ihr in Detroit ein Tor mit den Hawks, bleibt es in der Halle nahezu stumm, lediglich Pfiffe sind zu vernehmen. Ganz anders bei einem Tor für die Red Wings. Die laute Torsirene samt Jubelschreien der vielen Zuschauer sorgt für die passende Atmosphäre. Wenn ihr dann auch noch als einer der Three Stars, also einer der drei besten Kufencracks des absolvierten Spiels geehrt werdet, ist es umso beeindruckender, wenn die Detroit-Fans euch ausbuhen. Klasse!

NHL 09
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Markus Grunow am 06 Okt 2008 @ 20:49
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