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IL-2 Sturmovik: Birds of Prey: Review

  Playstation 3 XBOX 360 


Luftkampf mit Propeller und MG

Die Kampagne, das Herzstück des Spiels, besteht aus insgesamt 20 Missionen, die sich über diverse Schauplätze hinweg verteilen. Sei es nun der Luftkampf über Grossbritannien, der Kampf um Stalingrad oder die ebenso bekannte Ardennenoffensive. Berühmte Ereignisse werden hier aufgenommen und anständig mit dokumentarischen Videos und einem Sprecher erklärt. Mit ein wenig Hintergrundwissen machen dann auch die Luftkämpfe deutlich mehr Spass. Auch wenn die Missionen leider auf Dauer wenig abwechslungsreich sind. Die meiste Zeit verbringt ihr zum Glück in den sogenannten Dogfights, also den Luft-Nahkämpfen mit euren MGs. Dazwischen gesellen sich immer mal ein paar Bomber-Missionen, in denen ihr mit schweren Bomben oder Raketen einige Bodenziele zerstören müsst. Zwar sind die Dogfights das unumstrittene Highlight in einem solchen Spiel, doch etwas mehr Abwechslung wäre schon nett gewesen. Immerhin gibt es immer mal wieder einige Sekundärziele, die ihr auf Wunsch erreichen könnt. Auch wenn es sich dabei anfangs um ziemlich einfache Dinge handelt, wie zum Beispiel das Landen auf dem heimischen Flugplatz, beziehungsweise einer holprigen Buckelpiste.

Auf Wunsch könnt ihr auch einzelne Missionen aus der Kampagne in Ruhe und abseits der Geschichte nachspielen. Wer einfach nur ein wenig rumballern möchte, kann sich auch im Training versuchen. Hier könnt ihr die Arena, die Anzahl der Gegner, deren Bewaffnung und sogar das Wetter einstellen. Eine ideale Voraussetzung für witzige Scharmützel für zwischendurch.

Einmal in der Luft stellt sich direkt ein erster Adrenalinkick ein. Die Optik ist sehr gut gelungen, erst bei wirklich niedrigen Anflügen fällt die Grafik negativ ins Auge. Bei normalen Flughöhen fallen die Schwächen jedoch dank vieler 3D-Objekte gar nicht ins Gewicht und alles wirkt sehr homogen. Viel wichtiger ist jedoch, dass die Flugzeuge hervorragend modelliert sind. Fans der klassischen Kampfflugzeuge dürften voll auf ihre Kosten kommen. Auch der Ton kann überzeugen. Die Flugzeuggeräusche sind bestens gelungen, die ratternden Salven scheppern ordentlich in den Boxen und der stetige Funkverkehr in passender Landessprache, je nach Region, fügt sich stimmig ins Gesamtbild ein.

Umso mehr Spass macht es also, sich mittels engen Manövern und dem Spiel mit Gas und Bremse hinter einen Gegner zu klemmen, um diesen dann schliesslich vom Himmel zu pusten. Egal auf welchem Schwierigkeitsgrad, das Gefühl eines Abschusses ist jedes Mal hervorragend, wenn die Luft voller Gegner und Blei ist. Dies ist auch einer der Hauptgründe, warum viele Spieler die älteren Schauplätze bevorzugen: Einen Sieg gegen seinen Rivalen musste im Zweiten Weltkrieg hart erkämpft werden. Nur die besten Piloten konnten ihre Maschine bis ans Limit treiben. Moderne Luftkämpfe mit Raketen sind daher manchen Fans viel zu unpersönlich. Auf dieser Linie kann IL-2 Sturmovik: Birds of Prey absolut punkten.

Leider bleibt jedoch auch dieses Spiel nicht ohne Mängel. Zwanzig Missionen in einer Kampagne klingen zwar recht viel, doch einigermassen gute Piloten sind viel zu schnell fertig mit dem Geschehen. Unverständlich ist auch, warum es zwar einen Mehrspielermodus gibt, dieser aber kein Koop-Spiel erlaubt. Stattdessen finden sich dort vier Modi, die vergleichbar sind mit Deathmatch, Team Deathmatch oder Domination. Zudem leidet das Spiel unter Slowdowns, wenn zu viel auf dem Bildschirm passiert. Das ist zum Glück kein Dauerzustand, kann aber manchmal durchaus nerven.

IL-2 Sturmovik: Birds of Prey
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Benjamin Boerner am 01 Nov 2009 @ 13:22
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