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Need for Speed - Undercover: Review
Apropos Zerstörung: Endlich hat ein recht akkurates Schadensmodell Einzug ins Spiel gefunden. Je nach Stärke der Kollisionen reissen schon mal Heckspoiler, Motorhauben und Stossstangen ab. Auch Windschutzscheiben und Karosserien werden sichtlich in Mitleidenschaft gezogen. Einen spielerischen Einfluss hat das Ganze jedoch nicht. Lediglich in manchen Rennmodi droht ein Totalschaden, der den Event vorzeitig beendet. Ansonsten fahrt ihr aber selbst mit nahezu schrottreifer Karre noch gewohnt flink und problemlos um die Kurven. Und nach dem Beenden eines Rennens ist das Auto wieder wie neu.
Dein Feind und FallenstellerIhr könnt euch sicher vorstellen, dass die Polizeiverfolgungsjagden wieder eine Wucht geworden sind. Mit aus Most Wanted bekannter Hartnäckigkeit jagen euch die Streifen durch die Stadt, kesseln euch ein, errichten Strassensperren und verfolgen euch bei entsprechender Fahndungsstufe mit Helikoptern. Dies kann euch beim freien Erkunden der Umgebung passieren, aber auch während eines Rennens. Natürlich gibt es wieder speziell auf die Cops angepasste Modi, in denen ihr etwa eine bestimmte Menge an Polizeifahrzeugen ausschalten oder einen gewissen Sachschaden verursachen müsst. Bei Letzterem ist blöd, dass gerammte bürgerliche PKW immer nur als Fahrerflucht gewertet werden, der eigentliche Schaden also nicht berechnet wird.
Werdet ihr erwischt, droht ein empfindliches Bussgeld und eine Vorstrafe. Beim dritten Mal ist der liebevoll getunte Wagen pfutsch. Es empfiehlt sich also, die eigene Karre ab und zu umzulackieren oder anderweitig optisch abzuändern, um die Fahndungsstufe zu verringern. Oder ihr schafft euch für die richtig kriminellen Aufträge einen Zweitwagen an. Andernfalls bleibt es nicht bei normalen Streifenwagen, hängt euch doch irgendwann die weitaus aggressivere und schnellere Bundespolizei am Heck.
Online-ModusDie Online-Fähigkeit von Undercover ist ein zweischneidiges Schwert. Schön, dass mit der Erstellung eines Online-Profils sämtliche Fahrerfolge, und zwar auch jene aus dem Solomodus, in eine umfangreiche Statistik einfliessen. Schade allerdings, dass online nur magere drei Spielmodi zur Verfügung stehen: Sprint- und Rundenrennen sowie Cops & Räuber. In letzterer Variante treten zwei Teams gegeneinander an. Jedes schlüpft abwechselnd in die Rolle der Gesetzeshüter und Verbrecher, wobei die Kriminellen eindeutig im Vorteil sind. Sie müssen einen Geldkoffer zu einem Zielpunkt bringen. Da haben es die Cops ungleich schwerer, müssen sie doch das Vorhaben mit Rammmanövern unterbinden.
Übrigens dürft ihr wahlweise freigeschaltete Wagen aus dem Solomodus verwenden oder gratis ein Modell auswählen und es ebenfalls kostenlos so weit aufmotzen, wie es die in der Solokarriere freigeschalteten Tuning-Pakete erlauben. Dadurch ist es natürlich frustrierend, wenn ihr erst bei Stufe-3-Wagen seid und ausgerechnet einen Server erwischt, wo sich Stufe-1-Autos tummeln. Hier kann es also heissen, Geduld aufzubringen, bis ihr auf ein gleichwertiges Gegnerfeld trefft. Alternativ eröffnet ihr halt selbst ein Spielchen mit eigenen Regeln. Übrigens waren die meisten Online-Matches, die wir während der Testphase bestritten, nahezu verzögerungsfrei. Doch gibt es Berichte aus einschlägigen Foren, dass vor allem bei internationalen Teilnehmergruppen schon mal unschöne Lag-Effekte auftreten können. Darunter beamende oder fliegende Autos. So kommt natürlich kein Spass auf. |
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