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Stormrise: Review
FeldversucheNach dem Tutorial beginnt die erste richtige Mission, in der man ein paar strategische Punkte einnehmen muss. Hier bekommt man auch die Kontrolle über ein Portal, das man genau wie eine Einheit per Strahl auswählen kann. Mit Hilfe dieses Portals können mehr Einheiten angefordert und stationäre Geschütze oder Schilde gebaut werden. Während wir am Bauen sind, huschen schon einige kleine Gegner durchs Bild, die unsere KI-Mannen automatisch erledigen. So schön und innovativ die sogenannte Whip-Steuerung ist, so böse tritt nun der grösste Knackpunkt und die härteste Spielspassbremse ins Licht: die Übersicht. Diese ist einfach nicht vorhanden. Zwar kann man sich per linkem Stick umschauen und mit der Back-Taste (PS3: Select-Taste) eine taktische Karte aufrufen, jedoch hilft das nicht viel, weil die Kamera sich immer wieder neu ausrichtet, wenn man die Einheit wechselt. So muss man sich nach fast jedem Wechseln der Einheiten neu orientieren, was mit der Third-Person-Perspektive nicht gerade einfach ist. Die sehr fummelig zu bedienende Übersichtskarte hilft da rein gar nichts. Schnell wird man von der eigentlich nicht gerade schlau agierenden Gegner-KI überrannt und merkt es kaum. Mission gescheitert. Auf ein Neues... Diesmal benutzen wir ziemlich oft die Speicherfunktion, um nicht immer wieder ganz von vorne beginnen zu müssen. Das macht das bisher Erlebte zwar nicht besser, aber dank der Möglichkeit, jederzeit speichern zu können, zumindest etwas erträglicher. Inzwischen haben wir uns eine Menge Verstärkungseinheiten schicken lassen. Erschwerend kommt jetzt hinzu, dass wir langsam aber sicher bei 15 Einheiten nicht mehr so ganz durchblicken, welche davon wir jetzt gerade per Whip ausgewählt haben. Zeitgleich greift uns wieder eine Riesenhorde Gegner an. Panik bricht aus und wir wollen unsere stärkste Einheit auswählen, in der Hitze des Gefechts und wegen der inzwischen grossen Anzahl an Symbolen am Bildschirmrand aktivieren wir aber die falsche. Natürlich springt die Kamera um und wir suchen orientierungslos nach der gesuchten Einheit - Mission gescheitert. So geht es dann noch einige Zeit weiter, das Spiel will einfach nicht so, wie wir uns das wünschen. Man ist durchaus geneigt, das Pad gefrustet auf den Boden zu knallen.
Der ganze RestDie Story, die eigentlich ganz nett ist, wird sehr unspektakulär mit etwas unmotivierten deutschen Sprechern vorgetragen. Selbst die Dialoge wirken teilweise sehr albern und unpassend. Grafisch kann Stormrise auch nicht mitreissen. Die Gegenden wirken arg karg, auch wenn das die Weltuntergangsstimmung ein wenig unterstützt. Ein richtiger Grafikhöhenflug, wie man ihn sonst oft von der Xbox 360 oder Playstation 3 kennt, bleibt aus.
Neben der Kampagne gibt es noch einen Modus, der sich Nahkampf nennt. Hinter diesem Begriff verbirgt sich nichts anderes als ein Skirmish-Modus, in dem man einzelne Schlachten spielen kann. Für Xbox Live oder Playstation Network hält Stormrise noch einen netten Koop- und natürlich auch einen obligatorischen Versus-Modus mit zehn verschiedenen Karten parat. Beim besagten Koop-Modus kann man online zusammen mit einem Freund auf den Multiplayer-Karten auf die Jagd gehen, leider jedoch nicht in der Kampagne selbst. Hauptproblem des Multiplayer-Teils ist das Balancing. Die Riftworms der Sai sind so gnadenlos gut, dass man als Gegenspieler kaum eine Chance hat, gegen diese anzukommen, vor allem, wenn sie in Massen auftreten. Hier also leider auch kein grossartiger Lichtblick, der Stormrise irgendwie attraktiv machen würde. |
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