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Left 4 Dead 2: Review
Der Zahn der ZeitLeft 4 Dead 2 steckt immer noch im Grafikgewand der aus Half-Life 2-Zeiten bekannten Source-Engine. Diese war leider auch schon bei Teil 1 nicht die frischeste. Zwar wurde die Engine für Teil 2 noch mal ein wenig aufpoliert, aber so ganz an den aktuellen Standard kommt sie halt nicht mehr ran. Die Weitsicht ist immer noch kaum vorhanden und alles gegen den Horizont ist unscharf mit Nebel verhüllt. Die Kampagnen spielen teilweise bei Tageslicht, was ein wenig frischer wirkt, aber dann doch mit vielen Details geizt. Für Grafikfetischisten wahrlich kein schöner Anblick. Für den Durschnittszocker sollte dies aber kein Hindernis sein. Die Grafik reicht auf jeden Fall und der Atmosphäre schadet das nicht. Der Sound ist wie bei Teil 1 sehr gut. Sogar die deutsche Tonspur ist diesmal nicht mehr ganz so peinlich. Wir hatten unter anderem die ungeschnittene PEGI-Version im Test, auf der auch die deutsche Sprachausgabe vorhanden ist. Einem Import steht also nichts im Weg. Ansonsten wurden aber viele Sounds und Musikstücke aus dem Vorgänger übernommen und so bekommen wir akustisch keine Überraschungen.
Das komische ErweiterungsgefühlLeft 4 Dead 2 macht im Kooperativmodus definitiv wieder enorm viel Spass. Die Neuerungen sind alle sinnvoll und fördern die Atmosphäre sehr gut. Auch die neuen Kampagnen mögen begeistern. Teilweise ist das Spielgefühl noch intensiver. Wir heben hier vor allem die Kampagne Hard Rain heraus, die durch sehr coole Unwettereffekte und einer Überschwemung im Level sehr bedrückend ist. Doch irgendwie beschleicht einen beim Spielen ein komisches Gefühl, denn so viel hat sich in dem einen Jahr eben nicht getan. Vielmehr bekommen wir einfach nur ein riesiges Update für Left 4 Dead 1 serviert. Ganz ehrlich: ein Add-on zu Teil 1 hätte es auch getan. Zwar gab es Gerüchte zu einem Crossplay-Feature, sodass man mit Teil 2 auch die Kampagnen von Teil 1 spielen könnte, aber diese Idee hat es leider nicht ins Spiel geschafft. So bleiben Spieler des ersten Teils aussen vor. Schade, denn so ein Feature hätte einen Vollpreis wirklich rechtfertigt. Der Umfang ist mal wieder zu gering, auch wenn man die Kampagnen wohl mit Freunden sehr oft spielen wird.
Deutsche Version versus ImportWie schon beim ersten Teil wurde auch bei Left 4 Dead 2 die Zensurschere für die deutschen Spieler angesetzt. Während die USK bei Resident Evil 5 mal ein Auge zudrückt, kennt sie bei Left 4 Dead 2 keine Gnade. Diesmal bekommen deutsche Spieler immerhin rotes Blut, auch wenn davon nicht viel zu sehen ist. Bis auf ein paar wenige Spritzer wurde der Lebenssaft komplett entfernt. Also keine blutverschmierten Waffen, Spritzer auf der Kamera oder grosse Lachen auf dem Boden. Dass Körperteile nicht abfliegen, war auch schon fast klar. Genauso werden sich auch getötete Gegner sofort nach dem Ableben in Luft auflösen. Das Ergebnis: leider Einbussen in Sachen Atmosphäre. |
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