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Das Schwarze Auge - Drakensang: Review

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Wenn ein Hersteller eine so bekannte Lizenz wie Das Schwarze Auge in einem Computerspiel nutzen kann, sind die Hoffnungen der Fangemeinde gross, und auch Gelegenheitsspieler schauen mit Neugier und oftmals auch viel Vorfreude auf das Produkt. Schliesslich bürgt die Lizenz ja oftmals schon allein für gute Qualität. Man erinnere sich nur an die Machwerke, die auf Basis des Advanced Dungeons & Dragons-Regelwerks entstanden. Da waren wahre Perlen der Rollenspielgattung dabei. Nun also ein neues Spiel, welches auf dem nicht minder komplexen Regelwerk des deutschen Pen-&-Paper-Rollenspiels basiert, welches seit 1984 für unterhaltsame Spielstunden sorgt. Natürlich nur, sofern der Meister auch gut ist.

Meister? Auge? Nein, die Rede ist nicht von Ex-Fussballprofi Klaus Augenthaler und dem Rekordmeister Bayern, liebe Leser, sondern von der Rollenspielhoffnung aus Deutschland. Das Berliner Studio Radon Labs erhielt die Chance, den Charme Aventuriens virtuell neu umzusetzen und eine Welt zu erschaffen, in der sich sowohl Fans des Spiels als auch Neulinge gerne einfinden. Konsequenterweise haben wir auch gleich zwei Tester ans Spiel gesetzt, um gemeinsam entscheiden zu können, ob der Titel beiden Lagern Spass bereiten könnte. Während Birgit als DSA-Novizin ins Abenteuer zog, konnte Markus als ehemaliger DSA-Meister gleich sehr viel tiefer in die Materie eintauchen.

Die Installation des Spiels geht flott von der Hand. Birgit liest sich zunächst das Handbuch durch. Augenscheinlich ist vieles gut dargestellt und erläutert, doch das komplexe Regelwerk lässt sich nicht auf knappen 60 Seiten erklären und veranschaulichen. Zwar geht man grundsätzlich auf alle Optionen ein, doch sollten sich ungeübte Spieler dennoch in die einblendbaren Spielhilfen einlesen, wenn sie beispielsweise keine Probleme bei den Stufenaufstiegen haben wollen. So erfahrt ihr nur in einem kleinen Zwischenabsatz des Handbuchs, dass ihr Talente nur bei Lehrmeistern im Spiel kaufen könnt.

Dies hatte Birgit glatt überlesen und wunderte sich entsprechend bei den Stufenaufstiegen, dass sie die Kampftalente beispielsweise nicht anklicken konnte. Für DSA-Neulinge ist speziell der Stufenaufstieg keine einfache Sache, nur zu leicht kann man sich verskillen und hat dann ein Balancing-Problem, welches sich nicht mehr rückgängig machen lässt. Ihr solltet euch also sehr gut überlegen, in welche Fertigkeiten ihr eure Punkte investiert. Ein Studium des Regelwerks auf einer der zahlreichen Fanseiten ist daher durchaus hilfreich.

Markus hingegen entdeckte direkt einige Kleinigkeiten im Spiel, die sein altes DSA-Herz erfreuten. Namen der Personen, Monster und Ortschaften halten sich strikt an die Vorlage. Da reist ihr von Avestreu nach Ferdok am grossen Fluss oder wandert durch das Ambossgebirge, im Süden des Kosch. Orks sind nicht grün und Oger grosse Hünen. Tatzelwürmer können nicht fliegen, und ein Angriff erfolgt mit einem W20, hier ist die Rollenspielwelt noch in Ordnung. Basierend auf der vierten Edition der offiziellen Regeln könnt ihr euren Charakter aus 20 Archetypen erstellen. Vom starken Krieger über einen weisen Elementarmagier bis hin zum gerissenen Streuner reicht die grosse Palette an Charakteren.

Das Schwarze Auge - Drakensang
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Birgit Grunow

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Birgit Grunow am 05 Aug 2008 @ 17:56
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