GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Black Mirror II: Review

  Personal Computer 


Ebenso vorbildlich gelöst haben die Entwickler die Übersichtlichkeit und den Komfort im Spiel. Per Kartenfunktion könnt ihr zu bereits freigeschalteten Umgebungen rasch reisen, die Ladezeiten sind dabei erfreulich kurz. Hotspots sind ja mittlerweile Standard, doch Cranberry Production hat eine zusätzliche Anzeigeoption eingebaut. Gibt es etwas Neues zu entdecken oder zu berichten, färbt sich die Anzeige rot. Sollte es nichts mehr zu entdecken geben, wird der Cursor grau. Das ist schon sehr nett gelöst, da man viele Details dann nicht mehr mühevoll abgrasen muss.

Ähnlich gestaltet wurde die Inventarleiste. Aktiviert ihr ein Objekt, um es mit einem anderen zu kombinieren, kommen die gleichen Farbangaben zum Einsatz. Grau heisst dementsprechend, dass der Gegenstand nicht kombinierbar ist. Rot zeigt euch an, dass es hier neue Möglichkeiten gibt. Per Mausrad scrollt ihr so die bis zu 30 Objekte in eurem Inventar schnell durch und habt einen guten Überblick darüber, ob es neue Kombinationsmöglichkeiten gibt. Einzig der Doppelklick auf Hotspots mutet etwas merkwürdig an. Denn klickt ihr zweimal in schneller Folge darauf, springt euer Charakter direkt dorthin, was man sonst nur von Umgebungsausgängen in dieser Form kennt. Gewöhnungsbedürftig ist dies allemal, auch wenn es sicherlich gut gemeint war für einen schnelleren Spielfluss.

Die Atmosphäre des Vorgängers ist sicher vielen Spielern noch in guter Erinnerung. Die düstere Grundstimmung kann Black Mirror 2 aber nicht erreichen, gegruselt wird sich hier viel zu selten. Allerdings liegt das nicht am Grafikteam, das seinen Teil schon zu einem hübschen Augenschmaus beigetragen hat. Darren wechselt je nach Wetterlage die Kleidung, die verschiedenen Umgebungen präsentieren sich bei manchem Besuch ganz unterschiedlich, hier wurde sehr viel Wert auf Details gelegt. Der Reigen peitscht schick, der Wind bewegt die Bäume und die Beleuchtungseffekte sind für ein Adventure regelrecht grossartig geraten. Im Verlauf des Spiels kehrt ihr auch ins verschlafene Nest Willow Creek zurück. Könnt ihr euch an Teil 1 erinnern? Das Dorf war in mehrere Locations unterteilt. Nun ist es möglich, sich durch das vom Fluss geteilte Örtchen komplett ohne Bildwechsel zu bewegen, eine Scroll-Funktion ermöglicht dies.

Und doch will sich das alte Black Mirror-Gefühl nicht einstellen, mag es an der Handlung liegen, die zu vorhersehbar und damit nahezu nie spannend wirkt oder an den zu einfachen Rätseln. Black Mirror-Kenner werden dann und wann mit Anspielungen auf den Vorgänger verwöhnt. Doch eines muss man neutral festhalten: Black Mirror setzte Massstäbe, Black Mirror 2 ist nur ein solides, optisch prächtiges Adventure geworden.

Black Mirror II
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?
 


Black-Mirror-II


Black-Mirror-II


Black-Mirror-II


Black-Mirror-II


Birgit Grunow am 07 Okt 2009 @ 14:54
Kaufen