GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Mata Hari: Review

  Personal Computer 


Bei der Handhabung fällt auf, dass die Entwickler sehr viel Wert auf eine einfache Steuerung gelegt haben. Die rechte Maustaste könnt ihr theoretisch auch abklemmen, ihr benötigt sie zu keiner Sekunde. Dennoch ist in diesem Bereich Ernüchterung angesagt, denn viel könnt ihr nicht mit den Objekten machen: Untersuchen, ansehen oder mitnehmen? Das geht hier nicht, so viel Auswahl lässt das Spiel nicht zu. Auch der Schwierigkeitsgrad ist stark vereinfacht, wenn ständig Objekte als Hotspots aufleuchten und man sofort weiss, dass hier etwas kombiniert werden muss. Eine optionale Anzeige wäre sinnvoller gewesen, wie sie auch in vielen anderen Titeln schon etabliert ist.

Ausprobieren und Tüfteln könnt ihr in diesem Spiel gar nicht, alles funktioniert sofort, wenn ihr den Gegenstand über das neu gefundene Objekt zieht. Ihr wollt einen anderen Gegenstand damit benutzen? Das lässt das Spiel gar nicht erst zu. Nicht einmal einen Kommentar à la ?Das kann ich nicht!? bekommt ihr zu hören. Immerhin gibt es die typische Schnellreisefunktion zu möglichen Ausgängen, sofern diese schon vom Spiel freigegeben wurden.

Mata Hari


Man sagt Mata Hari nach, dass ihre Verführungskünste sehr extravagant waren. Im Spiel habt ihr die Möglichkeit, euren Gesprächspartnern mit verschiedenen Methodiken an die Wäsche zu kommen. Mal umgarnt sie ihre "Opfer", indem sie ihnen schmeichelt, mal hält sie sich dezent zurück oder geht auch mal ganz gewagt ans Eingemachte. Ähnlich wie bei den normalen Dialogen, gebt ihr die Methodik des Herangehens per Drag-and-Drop-Funktion vor. Multiple-Choice wird im Spiel nicht angewandt, was speziell in diesen Situationen bedauerlich ist. Denn zu einer waschechten Verführung gehört ein interessantes Gespräch einfach dazu. So wirkt es leider etwas plump und auch zu einfach, das Ziel zu erreichen.

Die Animationen speziell von der Heldin sind überzeugend geraten, besonders ihre Körpersprache weiss zu gefallen, wenn sie lasziv mit ihrem Haar spielt oder sich vermeintlich verschämt mal abwendet. Allerdings ist die Gesichtsmimik dabei zumeist enttäuschend. Viel zu ausdruckslos starren die Charaktere vor sich hin, da wäre erheblich mehr Atmosphäre drin gewesen. Und ähnlich ist es beim Spiel selbst: Die Körpersprache des Titels stimmt, dennoch ist die Gesamtausstrahlung eher bieder.


Mata Hari
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?
 

Mata-Hari


Mata-Hari


Birgit Grunow am 11 Dez 2008 @ 17:21
Kaufen