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Shadowgrounds Survivor: Review

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Zimperlich ist das Spiel ohnehin nicht. Blut wird nicht literweise, sondern gleich in ganzen Tümpeln dargestellt, zerfetzte Körper liegen auf dem Boden herum, Spuren der Kämpfe zeugen von brutalsten Szenen und auch das Niedermähen und Abbrutzeln der Aliens kommt nicht zimperlich daher. Dennoch: Von oben betrachtet wirkt das alles sehr comichaft, ja regelrecht überzeichnet, und hat nichts mit realistischer Gewaltdarstellung zu tun. Das wird wohl auch der Grund für die Freigabe ab 16 Jahren sein, die das Spiel von der USK erhalten hat.

Auffällig ist die im Vergleich zum Vorgänger geringere Grösse der Levels. Grundsätzlich ist dies zu begrüssen, kommt die Action doch so sehr viel komprimierter zum Tragen. Andererseits geht auch ein wenig das beklemmende Gefühl flöten, mit dem man durch die Gänge schleicht, wenn sich mal einige Momente so gar nichts regt und man jeden Augenblick damit rechnet, wieder gegen eine Horde heranstürmender Aliens antreten zu müssen. Ein Designschnitzer fiel uns negativ ins Auge: Die Lichtbarrieren, welche euch für bestimmte Zeit in Arealen festhalten sollen, wären in dieser Form nicht notwendig gewesen.

Gelegentlich haben die Entwickler auch bessere Ideen umgesetzt, so zum Beispiel am Ende des ersten Massenansturms. Allerdings ist die Spieldauer der insgesamt 22 Levels arg kurz geraten. Nach nur wenigen Stündchen habt ihr euch zum Ende vorgekämpft. Dann kann der Survival-Modus zwar noch gut unterhalten für eine Weile und auch der Koopmodus hat trotz fehlender Online-Option seine Reize. Dennoch wäre eine längere Spielzeit für die Kampagne wünschenswert gewesen.

"Mach doch mal einer das Licht aus!"

Neben den angesprochenen Physikeffekten und der besseren Ausnutzung der Höhenunterschiede ist Shadowgrounds Survivor nicht gerade ein appetitlicher Augenschmaus. Einige der Texturen kommen arg grob aufgelöst daher, speziell in den hügeligen Regionen fällt dies krass ins Auge des Betrachters. Die Taschenlampe, mit der ihr Aliens aufschrecken - und im späteren Spielverlauf auch entdecken - könnt, wird viel zu selten benötigt. Zu hell sind die meisten Umgebungen gestaltet worden. Auf der Verpackung wird mit einem Pressezitat geworben: "Düstere Stimmung, Horden von Aliens - wie in Doom, nur halt von oben.". Hm, da fehlt eigentlich noch "Und gut beleuchtet, daher auch für Angsthasen geeignet.". Umso erfreulicher ist da die akustische Seite des Spiels. Der Soundtrack fügt sich mal unheilvoll, mal beschwingt treibend bis rockig den blutigen Geschehnissen auf dem Bildschirm an, und die Sprüche der Protagonisten kommen auch mal richtig witzig daher.

Shadowgrounds Survivor
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Markus Grunow am 07 Feb 2008 @ 18:48
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