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A New Beginning: Review

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Daedalic schuf mit Edna bricht aus und The Whispered World zwei unkonventionelle, aber überaus packende Genrevertreter. Das Entwicklerstudio will sich nun endgültig als herausragende Adventure-Schmiede behaupten und beglückt Rätselfreunde mit seinem neuesten Werk. A New Beginning setzt auf eine bisher unbelichtete Thematik, verzaubert den Spieler aber ebenso wie seine beiden Geschwisterchen.

Apokalypse im Jahr 2050


Blaualgen sind zwar nützlich für die Natur, die Welt verändern lässt sich mit ihnen aber nicht. Zu diesem Schluss musste nach jahrzehntelanger Forschung auch der alte Zyniker Bent Svensson gekommen sein, sonst hätte er seine Arbeit nicht an den Nagel gehangen und würde heute noch durch das Okular seines Mikroskops in seinem kleinen Kellerlabor spähen, anstatt die Vorzüge des eigenen Ruhestands zu geniessen. Doch die betrübende Einsamkeit währt nicht lange. Denn als plötzlich eine seltsam gekleidete Frau vor seinem Werkzeugschuppen auftaucht, die aus der fernen Zukunft zu kommen scheint und etwas vom bevorstehenden Weltuntergang prophezeit, verändert sich Svenssons Leben schlagartig. Im Jahre 2500 soll die globale Erwärmung zur unabwendbaren Apokalypse geführt haben. Die Hoffnung der Menschheit ruht daher auf einem kleinen Gewächs: Der Blaualge, an der Svensson in den Achtzigerjahren forschte. Ein sprichwörtlicher Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Was nun wie ein bombastisches Weltuntergangsszenario vom Schlage eines Kinoknüllers wie Roland Emmerichs 2012 anmutet, stellt das grobe Gerüst der Rahmenhandlung von A New Beginning dar. Anstatt auf übertriebene Zukunftsprognosen mit appellierendem Fingerzeig, erzählen die Autoren des Adventures eine seriöse Geschichte, die zwar auf wahren Begebenheiten beruht, es mit der Darstellung aber nie übertreibt. Im Gegenteil: Trotz Todesangst schöpfen die beiden Hauptfiguren Bent und Fay schnell neuen Mut und rätseln sich ungeachtet des Klimakollaps mit Ehrgeiz durch ein beeindruckendes Abenteuer.

Wie The Whispered World setzt auch A New Beginning auf handgezeichnete Hintergründe, bei den zahlreichen Videosequenzen aber auf ungewöhnliche Comicstrips. Die farbenfrohe Präsentation dient mit ihren malerischen Kulissen, die an Details nicht vermissen lassen, ebenfalls der Stimmungsaufhellung. Denn obschon der Titel aufgrund seiner Thematik nicht an Dramatik vermissen lässt, bekommen weder die Protagonisten noch der Spieler selbst schlechte Laune. Das liegt vor allem an den tiefgründigen Hauptfiguren, die im Verlaufe des Spiels immer mehr an Kontur sowie Profil erlangen und überwiegend fantastisch vertont wurden. Es ist daher eine wahre Freude, den Konversationen der extrem unterschiedlichen Akteure zu lauschen, auch, weil eure Ohren des Öfteren mit der passenden Brise Humor und Zynismus verwöhnt werden. Schade hingegen: Die Entwickler haben anscheinend nicht alle Figuren so probat zu vertonen gewusst, weswegen der eine oder andere Nebendarsteller negativ auffällt. Aufgrund der spannenden Geschichte, die bereits wenige Minuten nach Spielbeginn an Fahrt aufnimmt, fällt dieser Schnitzer aber kaum ins Gewicht.

A New Beginning
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Mirco Kaempfer

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Mirco Kaempfer am 19 Okt 2010 @ 14:17
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