 |
|
 |
 |
|
|
Seite 2 von 2
|
Zeno Clash: Review
Mit zwei Prügelknaben werdet ihr sicher spielend fertig, doch sind die Entwickler erbarmungslos genug, um euch im Spielverlauf gegen bis zu fünf Gegner gleichzeitig in den Kampf zu schicken. Das ist der Punkt, an dem es wirklich frustrierend werden kann. Von weiter hinten bekommt ihr ständig Steine in den Rücken geschossen, wodurch Nachladeaktionen oder Nahkampfvorbereitungen unterbrochen werden. Dadurch haben in der Nähe befindliche Schlägertypen genug Zeit, zu einem kräftigen Schlag mit der Rechten auszuholen und euch ins Land der Träume zu befördern. Wohl dem, der noch ein wenig Obst im Areal herumliegen hat - die einzige Möglichkeit, die Lebenskraft während des Kampfes aufzufrischen. Erschwerend kommt übrigens hinzu, dass eure Attacken Ausdauer kosten - übertreibt ihr es, geht Ghat sprichwörtlich die Puste aus und weitere Fausthiebe ähneln mehr einem freundschaftlichen Klaps auf die Schulter.
Kaum AbwechslungEin Punkt sollte euch vor dem Kauf klar sein: Ausser der interessanten Optik, der wirren Handlung und den meist motivierenden Kämpfen wird nicht viel Abwechslung geboten. Eigentlich werdet ihr wie auf Schienen von einer Naturarena zur nächsten geleitet, absolviert dort eure Prügeleien und macht euch zum nächsten Ziel auf. Lediglich die Bossgegner sorgen für ein kurzzeitiges Entweichen aus der spielerischen Monotonie, werfen etwa mit Rattenbomben nach euch oder sind nur auf eine bestimmte Weise zu besiegen. Erwartet im Übrigen keine grossartig interaktiven Umgebungen. Zwar liegen einige physikalisch beeinflussbare Gegenstände herum, doch sind diese nicht mehr als schmuckes Beiwerk.
Schade, denn wie geil wären zum Beispiel Fallen à la Dark Messiah of Might & Magic gewesen? Kontrahenten mal eben in ein spitzes Objekt schubsen oder ein schwer beladenes Regal auf sie stürzen lassen - hier haben die Entwickler definitiv Potenzial verschenkt. Es ist noch nicht mal möglich, Waffen aus dem Kampfareal herauszuschmeissen, damit die Feinde sie wenigstens nicht mehr nutzen können. Wenigstens wurde aber an freischaltbare Achievements gedacht - und der ebenfalls vorhandene Challenge-Modus dürfte auch für einen gewissen Wiederspielwert sorgen. Hier gilt es, mehrere Turmebenen zu absolvieren, in denen ihr es mit allen aus dem Solomodus bekannten Gegnern und Kreaturen zu tun bekommt. Dank einer Online-Highscore-Liste könnt ihr eure Überlebensfertigkeiten mit Freunden messen.
Ach so, über Daedras Rolle haben wir noch gar nicht gesprochen. Sie ist stets an Ghats Seite, hält sich bei Kämpfen aber eher im Hintergrund auf, also nicht direkt im Gefechtsareal. Aus der Ferne versucht sie dann gemächlich, Ghat mit Pistolen zu unterstützen, doch eine wirkliche Hilfe ist sie in dieser Hinsicht eigentlich nie. Kein Vergleich also zur agilen und tatkräftigen Alyx Vance aus Half-Life 2. |
|


Game-Facts
Game-Abo Was ist das?
|





|
|
|
Seite 2 von 2
|
|
|
 |
|
 |