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Mass Effect: Review

  Personal Computer 

Über ein halbes Jahr nach der Xbox 360-Version steht die PC-Umsetzung von Mass Effect im Handel. Das Science-Fiction-Rollenspiel von BioWare konnte für die Microsoft-Konsole zahlreiche Awards und Höchstwertungen absahnen. Ob sich dieser Erfolg mit der Windows-Fassung fortsetzen lässt?

Was ist ein Mass Effect?

Beim so genannten, namensgebenden Masseneffekt handelt es sich im Prinzip um nichts Geringeres als eine Warp-Vorrichtung für Raumschiffe. Gigantische Distanzen können damit in kurzer Zeit zurückgelegt werden. Dies machen sich nicht nur die Menschen zunutze, die zusammen mit anderen ausserirdischen Rassen eine intergalaktische Allianz gründeten. Natürlich gibt es auch feindselige Lebewesen, die den friedfertigen Kolonien schaden wollen. Um solche Gefahren auszuschalten, wurde von den Homo sapiens eine Allianz-Navy ins Leben gerufen, welcher auch Commander Shepard angehört.

Die Hauptfigur, die euren Wünschen entsprechend kämpferisch, technisch oder mental begabt, männlich oder weiblich sein und deren Aussehen umfangreich von euch angepasst werden kann, bekommt das Kommando über das modernste Kampfraumschiff aller Zeiten: die Normandy. Euer Auftrag ist, vor dem Ex-Geheimagenten Sarem eine längst verschollen geglaubte, überlegende Technologie finden, die von der vor tausenden Jahren ausgestorbenen Ur-Lebensform des Universums stammt.

Oscar-reife Geschichte

Im Grunde handelt es sich bei Mass Effect um einen Third-Person-Shooter mit Rollenspielelementen. Bemerkenswert sind die ausschweifenden Dialogszenen mit anderen Charakteren. Dank feinster Animationstechnik wirken sämtliche Figuren sehr lebensnah. Mimik und Gestik sind extrem glaubwürdig, auch dank ausdrucksstarker Augen und lippensynchroner, gelungener Sprachausgabe. Nur gelegentliche Mikroruckler trüben den Gesamteindruck ein wenig - als würde eine Bewegungsabfolge an die Ursprungsposition zurückgesetzt werden.

Die Dialoge laufen übrigens nicht starr vorgegeben ab, sondern können aktiv von euch beeinflusst werden. Hierzu werden meist drei Dialogoptionen eingeblendet, eingeteilt in Freundlich, Neutral und Aggressiv. Je nach eurer Verhaltensweise macht ihr euch Freunde oder Feinde, was den Spielverlauf nachhaltig beeinflussen kann. Lasst ihr etwa einen aufsässigen Kroganer verhaften, der einer humanen Riesenkröte gleicht und ähnliche Ziele wie ihr verfolgt, verbaut ihr euch die Chance auf ein kampfstarkes Teammitglied.

Macht doch, was ihr wollt!

Wertet ihr die Attribute Schmeicheln und Einschüchtern auf, stehen euch an Schlüsselstellen spezielle Dialoge zur Auswahl, die euch Vorteile verschaffen können. So könnt ihr etwa die Angestellten einer Zielperson davon überzeugen, ihre Waffen niederzulegen und von dannen zu ziehen, weil ihr Chef das Blutbad nicht wert wäre. Oder ihr schüchtert einen Politiker ein und kommt so schneller an eine gewünschte Information heran. Genrekenner dürfte das stark und zu Recht an Vampire: Bloodlines erinnern. Je nachdem, wie ihr euch verhaltet, wächst eure Vorbildlich- oder Abtrünnigleiste im Charakterbildschirm an, was zu unterschiedlichen Spielenden führen kann.

Überhaupt ist die spielerische Freiheit enorm. So gibt es viele Wege, um beispielsweise an eine wichtige Zugangskarte zu gelangen. Ob ihr nun einem Händler bei einer Schmuggelei behilflich seid, ihn bei den Sicherheitsbehörden verpfeift oder den zuständigen Bereichsleiter unter Druck setzt, steht euch völlig frei. Auch könnt ihr oft selbst entscheiden, welchen Planeten ihr als Nächstes bereist und welche Hauptmission ihr als Erstes angeht. In Städten und kleineren Kolonien sprechen euch auch mal Einwohner an und bitten euch um Hilfe, was einerseits das Quest-Logbuch mit Nebenmissionen füllt und euch andererseits ein pralles Credits- und Erfahrungspunkte-Konto sowie bessere Ausrüstungsteile verschaffen kann. Für die Sekundäraufgaben müsst ihr etwa die Wasserversorgung einer Kolonie wiederherstellen oder bei einer Behörde euren Einfluss spielen lassen, um die beschlagnahmte Leiche einer Frau für ein Begräbnis freigeben zu lassen.

Mass Effect
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Daniel Boll

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Daniel Boll am 23 Jun 2008 @ 14:16
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