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The Book of Unwritten Tales: Review
Die hohe Glaubwürdigkeit der Welt und Charaktere ist nicht zuletzt der exzellenten Technologie zu verdanken, auf der das Spiel basiert. So kommt eine stark aufgepeppte Variante der Ogre3D-Engine zum Einsatz, bekannt aus nicht minder guten Adventures wie Ankh und Ceville. Allerdings war KingART so schlau und hat die Engine extrem aufgepeppt sowie von den in obigen Konkurrenztiteln bemängelten, oft ungünstigen Kamerafahrten befreit. Stattdessen bekommt ihr hier die meiste Zeit eine klassische Seitenansicht geboten - nur in Schlüsselmomenten wird sanft an das Geschehen herangezoomt. Wer jetzt eine eher zweckmässige Grafik erwartet, wird spätestens beim Blick auf einen der Screenshots eines Besseren belehrt.
Ein Fest für die SinneBook of Unwritten Tales gehört zum Schönsten, was das Genre zu bieten hat. Vom kleinsten, im Wind wiegenden Grashalm über plastisch wirkende Gegenstände bis hin zu stimmungsvoll ausgeleuchteten und sehr detaillierten Schauplätzen stimmt einfach alles. Toll, dass die Spielfiguren mit den meisten Objekten sichtbar interagieren, was dem Physikmodell zu verdanken ist, das auch essenzieller Bestandteil mancher Rätsel ist. Sämtliche Charaktere warten mit einer überzeugenden Mimik und Gestik auf, und selbst der Echtzeitschatten weiss zu begeistern. Trotz der optischen Detailfülle sind die Ladezeiten extrem kurz. Vom Spielstart bis zum Fertigladen eines Spielstands vergeht auf unserem Testrechner (Core 2 Duo, 4 GB RAM, Radeon 4870) nicht mal eine Minute. Auch die Ortswechsel innerhalb des Spiels gehen zügig vonstatten. Respekt!
Neben den Augen werden auch die Ohren verwöhnt. Mit einer Sprecherriege etwa, die an Professionalität kaum noch zu toppen ist. So wird Wilbur von Oliver Rohrbeck gesprochen, der schon Assil aus Ankh seine Stimme lieh. Ausserdem dabei: die deutschen Stimmen von Adam Sandler (Dietmar Wunder), Kathy Bates (Regina Lemnitz), Steve Buscemi (Santiago Ziesmer) und Sylvester Stallone (Thomas Danneberg). Hochkarätiger geht es also kaum noch, ist doch selbst das Kauderwelsch labernde lila Vieh passend vertont worden. Die Musik setzt dem Ganzen die Krone auf, ist mal harmonisch, mysteriös oder turbulent.
Kleinere Schönheitsfehler sind aber durchaus vorhanden. So sind auch während Dialog- und Zwischensequenzen weiterhin alle Hotspots sichtbar, wenn man mit der Maus durchs Areal fährt. Bei der Interaktion von Spielfiguren mit Gegenständen kann es ausserdem zu leichten Clipping-Fehlern kommen. Aber hier bewegen wir uns wirklich im Bereich der Erbsenzählerei. |
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