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GTR Evolution: Review
Die Fahrzeuge der verschiedenen Hersteller wie BMW, Audi, Honda, Seat, Alfa Romeo und Chevrolet fahren sich allesamt erfreulich unterschiedlich. Je nach eingestelltem Realismusgrad sind die Anforderungen an euch dabei schön gewichtet. Während Neulinge mit den zugeschalteten Fahrhilfen rasch auch per Tastatur oder Gamepad den Wagen elegant um die Kurse bringen können, lassen es Profis ohne Fahrhilfen per Lenkradsteuerung auf dem Asphalt krachen und bekommen hervorragendes Feedback vom Fahrverhalten des Wagens auf der Strecke.
Tüftler können in der Box allerhand Einstellungen vornehmen. Dies ist auch bitter nötig, denn die Voreinstellungen sind speziell beim Getriebe alles andere als brauchbar. Das Spiel zwingt euch geradezu, euch mit der Materie zu beschäftigen. Andernfalls erlebt ihr auf den langen Geraden euer blaues Wunder, wenn euer fixer BMW bei knapp über 200 Sachen plötzlich abriegelt, weil die Übersetzung nicht mehr zulässt. Die Topgeschwindigkeit schadet dann wiederum eurem Motor. Aber keine Angst: Das Tuning der Fahrzeuge geht recht flott und unproblematisch von der Hand. Mit wenigen Mausklicks habt ihr das Getriebe bereits auf die gewünschten Übersetzungen gebracht, und euer Wagen beschleunigt fortan bis auf die gewünschte Endgeschwindigkeit.
Optimiert wurde das Schadensmodell. Die Autos reagieren bei Blechkontakt nun deutlich ausgefeilter und haben auch für das Auge mehr zu bieten mit Kratzern, Beulen, abfliegenden Karosserieteilen und platzenden Reifen bei Überanspruchung. Optisch präsentiert sich das Spiel dennoch nur auf befriedigendem Niveau. Zwar sind die Streckentexturen die wohl besten und vor allem authentischsten im Genre, doch fehlende Schattenwürfe, aufploppende Objekte im Hintergrund und eher lausige Streckenumgebungen sowie Details erfreuen höchstens die Besitzer älterer PCs. Besitzer von High-End-Rechnern hätten sich sicherlich über noch hübschere Optionen gefreut. Die Akustik hingegen entspricht den Erwartungen, die man an eine Simulation stellen darf. Glaubwürdig röhren die Motoren, knallen die Auspuffe und saugt der Asphalt am Reifen, herrlich!
Die KI der gegnerischen Fahrzeuge ist ebenso bemerkenswert geraten: Einerseits lässt sie Neulingen genügend Raum und brettert nicht mit voller Leistung über die Geraden sowie durch die Schikanen, so dass Erfolgserlebnisse für Simulationsneulinge schnell aufkommen. Andererseits bleibt sie aber in den höheren Schwierigkeitsgraden und bei entsprechender KI-Balkeneinstellung auch für Rennprofis eine Herausforderung. Wer gerne enge Duelle mit Blechkontakt erlebt und sich auch nicht scheut, den Vordermann einen kräftigen Schubs ans Heck zu verpassen, ist hier genau richtig. Positionskämpfe erlebt ihr jede Menge, rasante Ausbremsmanöver, Schubser, Schiebereien in den Kurven und ähnliche Nettigkeiten gehören zum Alltagsgeschehen in den Rennen.
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