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Dark Horizon: Review
Prinzipiell eine nette Idee sind die verschiedenen Flugmodi eures Schiffes. In der Standardeinstellung wird die Energie gleichmässig auf Schilde, Waffen und Antrieb verteilt. Kühlt ihr jetzt per Tastendruck euer System ab, wird der Shadow-Modus aktiviert. Dadurch sind zwar die Leistungen von Antrieb und Waffensystemen vermindert, dafür können euch feindliche Schiffe nicht sehen, solange ihr nicht feuert. In die andere Richtung geht der Corter-Modus, der durch Temperaturerhöhung aktiviert wird. Jetzt wird die Energie von den Schilden genommen und auf die Waffen geleitet - ihr seid verwundbarer, erzeugt aber auch deutlich mehr Schaden. Der Wechsel zwischen diesen Modi erfolgt aber nicht immer gewollt, denn die Temperatur eurer Systeme erhöht sich nicht nur auf Tastendruck, sondern auch mit jedem Abfeuern der Waffen. Dies führt dazu, dass ihr in einem hitzigen Gefecht höllisch aufpassen müsst, nicht plötzlich unbeabsichtigt in den Corter-Modus zu wechseln und so ein leichtes Opfer für die Gegnermassen zu werden.
Darüber hinaus könnt ihr wie im Vorgänger zwischen den Missionen euer Schiff nach Belieben umrüsten, aus verschiedenen Rümpfen, Panzerungen, Reaktoren, Schilden und Waffensystemen auswählen und sogar eigene Gegenstände mit Wunscheigenschaften herstellen. Dies führt konsequent umgesetzt aber leider auch dazu, dass ihr ab Mitte des Spiels den feindlichen Schiffen technisch haushoch überlegen seid. Einigermassen befremdlich ist darüber hinaus die Tatsache, dass die Autokonfiguration, die das Spiel auf Wunsch für euer Schiff vorschlägt, manchmal offensichtlich nicht flugfähig ist.
Haushoch überlegen ist die Technik des Spiels zwar nicht, kann in dem einen oder anderen Bereich aber durchaus überzeugen. Vor allem die Grafik-Engine liefert, wenn das Spiel sich nicht wieder in dunklen Schiffen vor dunklen Hintergründen verkriecht, eine wirklich gute Leistung mit ansehnlichen Effekten. Die Musik passt sich dynamisch dem Spielgeschehen an, allerdings mit zu abrupten Schnitten. Wenig lobenswert sind hingegen die Soundeffekte. Erst nachdem man diese im Menü drastisch hochschraubt, sind sie überhaupt zu hören. Darüber hinaus stehen sie schlichtweg nicht mit den tatsächlichen Ereignissen um euer Schiff herum im Zusammenhang. So passiert es häufig, dass ihr vollkommen isoliert umherfliegt, aber laute Kampfgeräusche um euch herum wahrnehmt, weil ein Teil eures Geschwaders in weiter Entfernung in ein Gefecht verwickelt ist. Von fehlendem Feinschliff zeugen auch überlappende und unvollständige Menütexte, die nur rudimentäre Joystick-Unterstützung und häufig auftretende Abstürze nach Abschluss einer Mission. Zum Glück passierte dies bei uns immer unmittelbar nach dem Anlegen eines Spielstandes, denn ein freies Speichern während der Missionen ist genretypisch nicht möglich. |
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