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Hotel Gigant 2: Review
Wer weniger Herz hat und sich mehr für Zahlen interessiert, kann viel Zeit in die Statistiken investieren. Hier könnt ihr die Kundenzufriedenheit auf einen Blick präsentiert bekommen, nachschauen, wie hoch die Raumauslastung ist oder festlegen, ob es bestimmte Pauschalangebote gibt. Ebenfalls könnt ihr hier die Werbetrommel rühren und einige Marketing-Kampagnen starten. Unser Marketing-Chef Erik wäre allerdings enttäuscht von den Möglichkeiten wie auch von jeder anderen Funktion, denn die Auswirkungen scheinen oftmals willkürlich und selten nachvollziehbar zu sein.
Etwas weiter weg vom sturen Hotelier-Leben sind die Extraräume. Ihr könnt in euer Hotel auch ein Restaurant, eine Bar oder einen Fitnessraum einbauen und sie entsprechend einrichten. Sogar die Speisekarte könnt ihr bestimmen. Ob und welche Auswirkungen das nach sich zieht, könnt ihr aber auch hier nie so recht sehen.
Langweilige MissionenNeben dem langweiligen Tutorial, in dem ihr mit Textboxen bombadiert werdet, gibt es eine Solokampagne mit 15 Szenarien, die sich allesamt ähneln. Zwar reist ihr um die gesamte Welt und saniert Hotels in Paris, München, Rom und Los Angeles, doch letztendlich wirkt sich das Umfeld gar nicht auf das Spiel aus. Und da ihr hauptsächlich im Inneren eures Wolkenkratzers agiert, bekommt ihr nicht mit, wo ihr nun aktuell seid. Auch stilistisch lässt sich dies nicht erkennen, da Hotel Gigant 2 euch immer die komplette Wahl über Dekoration überlässt.
Darüber hinaus habt ihr natürlich den klassischen Sandkastenmodus, in dem euch selbst überlassen ist, wie ihr euer Hotel aufbauen wollt. Auch preist Enlight eine tolle Zufallskampagne an, die letztendlich aber nur aus einer Aneinanderreihung von zufälligen Sandkastenszenarien besteht. Wirklich motivierend ist das nicht.
Technisches MittelmassHotel Gigant 2 versprüht grafisch so viel Charme wie ein Toilettendesinfektionsspray. Klinisch rein, aber langweilig. Für eine Simulation ist das Gebotene sicherlich ganz nett, doch so richtig überzeugen können vor allem die schrecklichen Boden- und Wandtexturen nicht. Auch die Animationen wirken hölzern und wenig realitätsnah. Dazu kommt eine freie Kamera, die aber nie richtig sitzen will. Ihr könnt drehen, wie ihr wollt, aber das gewollte Ergebnis lässt euch immer wieder verzweifeln. Immerhin gibt es voreingestellte Kameraperspektiven, um euch die Wahl etwas zu erleichtern. Nervig und unschön ist dagegen die Funktion, dass alle Zimmer lediglich braun werden, wenn ihr weit genug rauszoomt. Schlechter macht es da nur noch der Sound. Neben nur wenigen Geräuschen ist es vor allem die nervige Fahrstuhlmusik, die die Suche nach dem Ton-aus-Knopf vorantreibt. Zum Glück gibt es eine solche Funktion.
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