Natürlich sind bessere Ausrüstungsgegenstände ebenfalls von euren Attributpunkten abhängig. Schnellere, stärkere und besser gepanzerte Pferde etwa können nur erworben werden, wenn die Reitfertigkeit eine gewisse Punktzahl erreicht hat. Ähnlich sieht es mit Rüstungsteilen, darunter Handschuhe, Helme und Körperpanzer, sowie mit Waffen aus. Aus eurem zerlumpten Möchtegern-Abenteurer mit einer Handvoll Dorftrotteln als Geleit kann irgendwann ein berühmt-berüchtigter Feldherr mit prächtiger Rüstung und Dutzenden von berittenen Streitkräften werden.
Epische Schlachten
Dass sich Gefechte kaum vermeiden lassen, deuteten wir bereits weiter oben an. Doch wie sieht denn nun so eine Schlacht aus, wenn ihr sie mit eigener Armee bestreitet? Nun, zunächst einmal werdet ihr auf einem Textbildschirm vor die Wahl gestellt, ob ihr selbst in die Schlacht ziehen oder nur eure Truppen vorschicken wollt. In letzterem Fall wird kein 3D-Gefechtsbildschirm aufgerufen, sondern ein rein textbasierter Schlachtsimulator. Einem Zufallsgenerator nicht unähnlich, berechnet das Programm dann eure eigenen Verluste und die der Gegner.
Uns war der Textmodus allerdings nicht geheuer, kam es uns doch so vor, als würden wir im direkten 3D-Gefecht immer weniger Verluste einfahren. Also widmeten wir uns mit Vorliebe dem Echtzeitmodus. Je nachdem, an welcher Position auf der Landkarte es zu einem Kampf kommt, unterscheidet sich das Gefechtsgebiet entsprechend. Das ist nicht immer optimal gelöst, denn gerade in bergigen Gegenden kommt es vor, dass ihr mit eurer Armee direkt an einem Steilhang startet und diesen nur mit Mühe überwinden könnt, um zu den Feinden zu gelangen. Die meiste Zeit werdet ihr aber vermutlich auf bewaldetem Flachland unterwegs sein.
Um auch im Eifer des Gefechts Herr der Lage bleiben zu können, habt ihr zahlreiche Kommandomöglichkeiten. Ihr dürft eurem Fussvolk oder auf Wunsch sogar einzelnen Truppengattungen defensive und offensive Befehle erteilen. Gerade in grösseren Schlachten, in denen bis zu 100 Einheiten auf dem Feld agieren, kann die Befehlsgewalt von grossem Nutzen sein. So könnt ihr etwa Bogenschützen weiter hinten postieren, während eure schwertschwingenden Fusstruppen auf die Frontlinie zustürmen.
Vor allem, wenn mehrere Parteien in ein Scharmützel verwickelt sind, ist es oftmals schwer, den Überblick zu behalten. Zwar sind verbündete Einheiten stets durch farbige Schriftzüge über den Köpfen gekennzeichnet, doch könnt ihr diese im Gewusel einer Massenschlacht schon mal übersehen. Wenigstens könnt ihr befreundete Streitkräfte nicht versehentlich verwunden. Apropos Trefferschaden: In den Optionen könnt ihr jederzeit den Schwierigkeitsgrad fein abstimmen und etwa die Schadenspunkte von Freund und Feind festlegen. Auf Wunsch darf auch die maximale Truppenanzahl einer Schlacht verringert werden. Soldaten auf der Ersatzbank rücken dann in Intervallen als Verstärkung nach, auf beiden Seiten natürlich.
Abwechslung?
Aufgrund der schieren Funktionsvielfalt ist es fast unmöglich, hier jeden Aspekt von Mount & Blade zu behandeln. In den ersten Stunden könnte man meinen, dass ausser Botengängen und Gemetzeln nicht viel geschieht. Doch es sei euch versichert, dass das Spiel im Verlauf noch einiges aus dem Hut zaubert. So könnt ihr etwa Warenpreise in diversen Handelszentren beobachten und vergleichen, somit also phasenweise als professioneller Händler tätig und reich werden. Als Güter stehen etwa Eisen, Wein, Mehl und Weizen zur Verfügung. Bösartige Naturen plündern feindliche Dörfer, nicht selten mit dem Preis, die wehrhafte Dorfbevölkerung samt Frauen niedermetzeln zu müssen. Als Lohn der teuflischen Mühe winkt kostenloser Zugriff auf das Warenlager. |
|





|