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Mount & Blade: Review
Gutherzige Abenteurer hingegen machen das genaue Gegenteil, bilden Dorfbewohner zu halbwegs versierten Kämpfern aus und helfen ihnen, sich gegen Banditen und Plünderer zur Wehr zu setzen. Für Gildenmeister, die in Stadtzentren anzutreffen sind, dürft ihr ausserdem Geiselbefreiungen, Karawaneneskorten oder Verbrecherjagden durchführen. Sehr interessant ist auch die Sache mit dem Viehtreiben. Es reicht nicht etwa, eine Rinderherde an Dorf A aufzulesen und nach Dorf B zu bringen. Nein, ihr müsst die Viecher in Echtzeit über die gesamte Strecke zum Ziel leiten. Auf der Landkarte, versteht sich. Dass die störrischen Rinder gerne mal in eine andere Richtung laufen, lässt sich mit etwas Übung in den Griff bekommen. Wirklich störend macht sich aber die automatische Kamerajustierung bemerkbar, die nach jedem Klick auf der Karte ausgelöst wird und schon beim normalen Reisen an den Nerven nagt. Abstellbar ist diese Funktion leider nicht, weshalb ihr ständig erneut eure Wunschperspektive einstellen müsst.
Wir haben doch keine Zeit!Wo wir schon bei den Schwachpunkten sind: Ob der Komplexität des Titels halten sie sich extrem in Grenzen. Dennoch wären für künftige Patches ein paar Verbesserungen sinnvoll. So kostet es unnötig Zeit, ständig Dörfer und Stadtzentren betreten zu müssen, um zum Dorfältesten oder Gildenmeister zu gelangen. Hier wäre ein weiterer Schnellzugriffspunkt im Dorf- oder Stadtmenü, zumindest optional, wünschenswert. Extrem zeitraubend ist aber die Suche nach Fürsten, die als Teil der dynamischen Spielwelt ständig durchs Land ziehen, Kriege führen oder an diversen Orten Rast machen.
Habt ihr etwa Schulden für jemanden eingetrieben, müsst ihr erst mal in Erfahrung bringen, wo er sich derzeit aufhält. Hierzu könnt ihr jeden Fürsten der selben Fraktion befragen. Dumm nur, dass die Aussagen oft sehr oberflächlich und unzureichend sind. Teils sogar fehlerhaft, so dass der Zielort schlichtweg fehlt, wie beispielsweise "Fürst X befindet sich derzeit in der Nähe von." Besonders ärgerlich macht sich das bemerkbar, wenn ihr unter Zeitdruck steht und einen Fürsten innerhalb weniger Tage aufsuchen müsst. Oft schlägt der Auftrag dann fehl, weil ihr den Typen nicht mehr rechtzeitig gefunden habt.
TechnikGrafisch ist Mount & Blade als zweckmässig zu bezeichnen. Die Animationen der Figuren wirken steif und unglaubwürdig, fast schon holzpuppenartig. Vor allem in Kampfszenen fällt das unangenehm auf. Die Texturierung der Spielwelt ist meist matt und detailarm, doch gibt es auch wenige Glanzpunkte, die herausstechen. Etwa Bump Mapping auf Rüstungsteilen und in Innenarealen. Und stimmungsvolle Sonnenuntergänge auf Schlachtfeldern. Hässlich ist das Spiel aber bei weitem nicht. Zumindest braucht ihr nicht alle fünf Minuten Brechreiz zu befürchten.
Ähnlich mau sieht es auch auf der akustischen Seite aus. Auf Sprachausgabe wurde gänzlich verzichtet, sieht man mal von diversen Schmerz- und Kampfschreien bei Schlachten ab. Dass die deutschen Texte zudem recht fehlerbehaftet sind, deuteten wir bereits an. Davon abgesehen ist das Programm aber erstaunlich ausgereift. Grafikfehler erlebten wir lediglich in Verbindung mit einem früheren Catalyst-Treiber für Radeon-Grafikkarten. Dies wurde mit der Version 8.10 aber behoben und ist definitiv nicht den Entwicklern von Mount & Blade zuzuschreiben. |
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