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Outcry - Die Dämmerung: Review

  Personal Computer 

Nicht nur, dass die Gravitation unter Umständen verändert werden kann und Räume regelrecht im Nichts zu schweben scheinen, auch die Zeit kann beeinflusst werden. Mit einer speziellen Vorrichtung könnt ihr etwa für kurze Zeit in die Vergangenheit reisen und dann Dinge mitnehmen oder manipulieren, die euch in der Gegenwart von grossem Nutzen sein werden. Schön, dass reale Fakten über Dolmen oder Freuds Theorien Einzug gefunden und mit fantastischen Elementen vermischt wurden. Das steigert einerseits die Glaubwürdigkeit des Spiels und vermittelt andererseits viel Wissenswertes.

Etwas schade ist es aber schon, dass die Entwickler bei aller Detailliebe für die Handlung und Rätsel die Steuerung vernachlässigt haben. Die Fortbewegung innerhalb der Räumlichkeiten ist eine Qual, weil ihr oft nicht einfach von A nach B gelangen könnt, sondern teils Umwege über C machen müsst. Beispiel: Ihr steht in links hinten in einem Raum und wollt nach rechts vorne - mit einem Klick ist es dann oft nicht getan. Stattdessen müsst ihr erst nach links vorne wechseln und könnt dann erst mit einem weiteren Klick zum Zielpunkt gelangen. Damit aber nicht genug, sind wichtige Gegenstände teils optisch zu stark mit der Umgebung verschmolzen, folglich also schwer auffindbar. Eine optionale Hotspot-Anzeige gibt es nicht. Blöd auch, dass ihr oft lange Laufwege auf euch nehmen müsst, weil etwa die Schaltung einer Maschine in Raum A etwas in Raum Z verändert. Dann heisst es, ständig hin und her zu laufen, um zu schauen, ob das gewünschte Ergebnis erreicht wurde.

Tagebucheinträge und Dialoge sind sehr solide von deutschen Sprechern vertont worden. Hier gibt es nichts zu meckern, ausser die Stimmen stören euch beim aufmerksamen Durchlesen von Texten. Passend zum Ambiente begleiten euch meist melancholische Klaviermelodien auf eurer Reise zwischen Realität und Dämmerung. Der ungewöhnliche Grafikstil wird, wie bereits erwähnt, recht schnell zu einem positiven Merkmal, zumal die meisten gerenderten Areale auch ganz hübsch anzuschauen sind. Negativ fiel uns in dieser Hinsicht lediglich ein Raum mit vielen schwebenden Elementen auf, in dem die Darstellung stark anfing zu ruckeln. Hier sollte Publisher Atari mit einem Patch nachhelfen.

Outcry - Die Dämmerung
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Daniel Boll am 02 Apr 2009 @ 13:32
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