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Killing Floor


Daniel Boll

Killing Floor

 
Hersteller: Tripwire Interactive
Publisher: Valve
Genre: Action: 3D-Shooter
USK: keine Jugendfreigabe
PEGI: 18+
Spieler: 6
Testversion: 1.00
System Min.: Einkern-CPU mit 1.2 GHz, 512 MB RAM, DirectX 8-Grafikkarte mit 64 MB
System Empf.: Einkern-CPU mit 2.4 GHz, 1024 MB RAM, DirectX 9-Grafikkarte mit 128 MB
GBase Empf.: Zweikern-CPU mit 2 GHz, 2048 MB RAM, DirectX-9-Grafikkarte mit 256 MB
Weitere Infos: Game-Facts zu Killing Floor
Fazit von Daniel Boll
So weit also ein Einblick in den Labor-Level. Vier weitere Maps werden mitgeliefert, darunter ein altes Anwesen und Strassenschluchten in Westlondon. Erstaunlich, dass das Unreal-Engine-Spiel für den geringen Verkaufspreis so gut aussieht und so viel Spass macht. Killing Floor ist also ein heisser Anwärter auf den Kooperativ-Shooter-Thron 2009 und bietet trotz thematischer Ähnlichkeit zu Left 4 Dead ein taktischeres, offeneres Spielprinzip. Schön auch, dass deutsche Steam-Nutzer (derzeit noch) eine unzensierte englische Fassung des Titels erhalten. Ich kann also allen volljährigen Splatter- und Shooter-Fans guten Gewissens zu einem Kauf raten, sofern sie mit den doch recht marginalen Schwachpunkten leben können. Online-Server sind nicht mal zwei Wochen nach Release zur Genüge vorhanden - zum Zeitpunkt des Tests immerhin über 1000.

Neben der bereits kritisierten, unter Umständen langen Wartezeit als Beobachter gibt es diverse Designpatzer, die für Frust sorgen können. So ist die zweite Schwierigkeitsstufe einen Tick zu schwer geraten. Bevor ihr hier nämlich gute Erfolgsaussichten habt, überhaupt bis zum Endboss zu gelangen, müsst ihr euch erst mal langwierig im viel zu einfachen Beginner-Modus hochstufen. Nur wenige dürften nämlich so hartgesotten sein und sich das anfängliche Frustpotenzial der höheren Stufe antun. Ein weiteres Manko ist der geringe Lieferumfang, der vom Verkaufspreis natürlich ein Stück weit relativiert wird. Ausserdem dürfte dank Mod-Tools in Kürze mit einer wahren Schwemme an neuen Inhalten zu rechnen sein.

Die Maps wrken etwas zu statisch - wenn ihr mal auf Autodächer springen könnt, ist das schon ein Hochgefühl an Bewegungsfreiheit. Auf höhere Objekte oder Dächer könnt ihr trotz Sprungfähigkeit nicht gelangen - irgendwie aber verständlich, da die Zombie-KI sonst wohl überfordert und das Spiel schlichtweg zu einfach wäre. Zu schlechter Letzt kann es zu mehr oder weniger ärgerlichen Programmfehlern kommen, darunter festsitzende Monster, Clipping-Fehlern und - ganz fies - eine Zurücksetzung des gewählten Perks auf Stufe 0, die aber glücklicherweise nur temporär ist und mit einer simplen Neuauswahl des Perks behoben werden kann.

Für künftige Updates oder ein Sequel wünsche ich mir übrigens Sprengsätze und andere Fallen, welche die taktische Vielfalt und nicht zuletzt den Spielspass nochmals heben würden.

Fazit von Daniel Schneider
Endlich wieder ein guter Überlebenskampf im Koop. Wer schon Left 4 Dead mochte, ist auch bei Killing Floor an der richtigen Adresse. Bei einem Preis von rund 18 Euro kein schlechter Deal. Ich hoffe nur, dass das Spiel für deutsche Nutzer unzensiert bleibt. Wäre ärgerlich, wenn eine spätere Zensur den Spielspass einschränken würde. Killing Floor ist einfach ein Titel, der ganz klar an erwachsene Käufer gerichtet ist.

Im Augenblick scheinen die mitgelieferten fünf Karten etwas spärlich zu sein. Doch schon jetzt können weitere Maps heruntergeladen werden und auch in Zukunft wird sicher noch einiges dazukommen. Für einige Lacher sorgt das Spiel übrigens auch. Zum Beispiel flieht der letzte Überlebende von Team GBase vor einem unbesiegbar scheinenden Fleshpound durch das ganze Areal - teils rennt der Kamerad auch im Kreis. Das ganze Schauspiel unterlegt mit der guten alten Musik aus der Benny Hill Show und kein Auge bliebe mehr trocken. Oder spielt doch mal auf einem Server, der satte 30 Mitspieler oder gar mehr erlaubt. Ein Bild für die Götter, sobald alle gleichzeitig einkaufen wollen und sich in den engen Shop zwängen müssen.

Die Perks sorgen für Langzeitmotivation, sich immer weiter zu verbessern. Vor allem ab dem normalem Schwierigkeitsgrad ist man auf seine Spezialisierung angewiesen. Den Wechsel von Beginner auf Normal spürt man gewaltig. Auf Beginner ballere ich mich so durch, doch ab Normal ist es bereits der pure Überlebenskampf.

Killing Floor bei Steam erwerben

Review Lesen - Seite 1

Pro: Contra:
+ Günstiger Preis
+ Klassen mit Stufensystem
+ Koop-Modus
+ Shop-System
+ Splatter-Faktor
+ Taktische Komponente
- Diverse Bugs
- Kein Handlungsfaden
- Nur fünf Maps
- Schon ab Stufe 2 bockschwer
- Wartezeit auf Respawn

Gesamtwertung:  
GBase Score:
8.0
Abwechslung: Befriedigend
Atmosphäre: Gut
Bedienung: Gut
Langzeitmotivation: Gut
Herausforderung: Ausreichend
Spieldauer: Gut
Multiplayer: Gut
Preis/Leistung: Gut
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