 |
|
 |
|
|
Privates und Geschlechtliches
Auch wenn Culpa Innata bisher nach einem Standard-Adventure im 08/15-Schema klingt, strahlt die neue Weltunion eine gewisse Faszination aus. Das liegt vor allem an dem recht ausgeschmückten Setting, in dem sich Phoenix nicht nur geschäftlich, sondern auch privat bewegt. Im Laufe des Spiels erfährt man immer mehr über die Protagonistin, trifft die redselige beste Freundin und quatscht mit ihr über Gott und die Welt. Vor allem das Liebesleben sowie die Vergangenheit Phoenix' scheint im Argen zu liegen und jede neue Information verleiht ihr mehr Tiefe und macht sie interessanter. Auch ist es möglich, mit Phoenix abends auszugehen, wofür man zwangsweise die Kleidung wechseln muss. Was zu Beginn nach einer guten Idee aussieht, da kaum ein Mensch tagelang mit den gleichen Klamotten ausgeht, nervt jedoch nach einiger Zeit, da das Umziehen eher zur lästigen Pflicht wird. Ein Automatismus hätte dies verhindern können.
Technische Bauchlandung
Auch wenn Entwickler Momentum die technische Seite des Adventures hervorhebt und über alles lobt, so ist die Grafik leider nur unterer Durchschnitt. Zwar sind die Charaktere und die Settings liebevoll designt, allerdings sind die Modelle eher karg und die Texturen schwammig sowie detailarm. Auch die Animationen wirken mehr als nur hölzern und erinnern einen an längst vergessene 3D-Babyschritte. Allerdings muss man hier die Mimik gesondert erwähnen. Diese wurde nämlich gut umgesetzt und kann mit einigen realistischen Veränderungen der Gesichtspartie aufwarten.
Die Sprachausgabe ist leider ebenfalls nur durchschnittlich geraten. Zwar ist es lobenswert, dass jede Konversation und so gut wie jeder Text vertont wurden, allerdings sind die Sprecher eher dröge und gelangweilt. Insbesondere die Stimme von Phoenix ist schlecht gewählt und scheinbar auch nicht schauspielerisch talentiert. Betonungen und Emotionen scheint die Polizistin immer an der falschen Stelle zu setzen, was gerade beim Hauptcharakter sehr ärgerlich ist. Auch sind die Textzeilen per se nicht immer intelligent und qualitativ hochwertig geschrieben. Ab und an hat man das Gefühl, in einer Seifenoper zu sitzen.
Musikalisch fällt Culpa Innata dagegen völlig durch. Der komplett stimmungszerstörende Soundtrack dudelt mit einer dermassen penetranten, sich wiederholenden und langweiligen Art und Weise aus den Boxen, dass selbst der Musikantenstadl abwechslungsreicher erscheint. |
|

|
|
|
|
|
 |
|
 |