Anno 1404 - Venedig: Komplettlösung/Walkthrough
Nichts geht ohne Eisen
Die zweite zu befreiende Insel, liegt ganz im Westen. Befreit sie auf die selbe Art und Weise, wie es weiter oben, bei unserer Hanfinsel geschrieben steht. Sobald die Insel befriedet ist und das Kontor steht, könnt ihr einen Geologen sockeln. Leider nur einen und damit hächstens zwei verschieden Rohstoffarten. Aber tröstet euch. Später, wenn ihr Adelige beherbergt, bekommt ihr Zugriff auf Geologen, die vier verschieden Rohstoffe hervorbringen.
Errichtet nach und nach die Massenproduktion von Werkzeugen und Waffen. Werkzeuge werden immer benötigt und müssen dann nicht mehr eingekauft oder durch Zölle erwirtschaftet werden. Waffen braucht ihr für Kriegsschiffe, grosse Kaufmannskoggen und höherwertigere Turniere. Wie immer, verkauft ihr die Überschüsse. Aktiv, via Schiff an die anderen Mitspieler und passiv über euer Kontor, der Zölle wegen.
Die Kraft des Flusses
Die Insel im Nordosten muss so oder so befreit werden. Und da sie das einzige Eiland ist, welches einen Fluss aufbieten kann, kommt euch diese Aufgabe sowieso entgegen. Die Gegenwehr ist dort aber etwas stärker, daher solltet ihr mehr als drei Kriegsschiffe zusammenziehen und im Notfall bei Barnabass Truppennachschub ordern.
Kauft am Kontor der Insel Indigo und Salz ein. Eine Papiermühle reicht, um genügend Bücher herzustellen. Errichtet zu Beginn etwa vier Schweinezuchten und zwei Gerbereien. Vergesst nicht für den Abtransport von Wams und Büchern zu sorgen. Sobald ihr Adelige versorgen müsst, bietet es sich an die Rinderzuchten und Schlachtereien ebenfalls auf dieser Insel anzusiedeln.
Da eine Bevölkerung mit 4000 Adeligen säuft wie ein Loch, entschieden wir uns den freien Rohstoffplatz der Insel mit dem Anbau für Most zu belegen. Dadurch sparten wir uns alle gesockelten Gegenstände, die in den übrigen Kontoren für den Mostnachschub gesorgt hatten. Brot und Steine waren zu diesem Zeitpunkt unsere Sorgenkinder, aufgrund dessen wir auf passende Zollwaren umrüsteten.
Adel verpflichtet bis zum Korsarenende
Noch bevor ihr Adelige beheimaten könnt, werden verstärkt Hafenblockaden seitens der Korsaren stattfinden. Stockt, wann immer ihr könnt, eure Flotte auf. Noch geht das nur mit kleinen Kriegsschiffen, ausser ihr bitte den Grosswesir um navale Unterstützung. In diesem Fall bekommt ihr ein grosses orientalisches Schiff geschenkt, was euch sogar erhalten bleibt. Allerdings ist der Preis in Ehrenpunkten nicht gerade klein.
Sobald ihr alle Türme zerstört und alle Inseln befreit habt, bittet Hassan ben Sahid zum letzten Tanz. Ganz im Süden taucht eine Armada von orientalischen Kampfschiffen auf. Um dieses geschätzte Dutzend auf den Meeresboden zu schicken, benötigt ihr einiges an Feuerkraft.
Unsere Flotte bestand aus insgesamt acht grossen Kriegsschiffen, je zur Hälfte orientalischer und abendländischer Bauweise. Nebst drei kleinen Kriegsschiffen und unserem Flagschiff. Zusätzlich bauten wir einen gut verteidigten Hafenbereich mit Reparaturkran. Und zwar an der Küste, die der feindlichen Flotte am nächsten lag. Allerdings mussten wir diese Einrichtung nicht in Anspruch nehmen, da unsere gut ausgerüsteten Schiffe binnen kürzester Zeit Brennholz aus des Gegners Flotte machten.
4000 Adelige und der Kaiserdom
Nachdem sich der Korsar euch angeschlossen hat, könnt ihr die Waren und vor allem die Gegenstände in Sahids Kontor erwerben. Investiert auch in einige Errungenschaften, wie Beispielsweise die "Stillschweigende Vereinbarung", um das Handelsaufkommen zu erhöhen. "Bettlerprinz", damit ihr mehr Aufstiegsrechte für jeden Bettler erhaltet.
Eine haargenaue Anweisung, wo was zu errichten, welche Warenströme, wie zu laufen haben, könne wir nicht geben. Das würde bei diesem Szenario in eine Doktorarbeit ausufern. Wichtig ist, dass ihr im Endeffekt so gut wie alle Inseln besiedelt und alle Kontore nutzt, um fehlende Waren einzukaufen. Kontrolliert immer wieder die zugehörigen Schiffsrouten, ob auch alle Waren dort ankommen, wo ihr sie benötigt. Und seht auch die Kontore durch: Ist genügend Lagerplatz vorhanden? Kann es noch weiter ausgebaut werden, um eine weitere Zollware zu erwirtschaften? Werden alle Zollwaren abgeholt?
Um es nochmal zu wiederholen. Kauft beispielsweise Indigo nicht nur an einem Kontor ein, denn dann wird der Nachschub viel zu unregelmässig und unzureichend sein. Versucht mindestens zwei Kontore, besser noch drei in den Einkauf einzubinden.
Kaiserdom, Speicherstadt und Wachstum
Sobald eure Hauptinsel 2000 Adelige beheimatet, könnt ihr mit dem Fundament des Kaiserdoms beginnen. Ebenfalls empfiehlt es sich, mindestens eine Speicherstadt auf der Hauptinsel zu bauen. Wir errichteten sogar zwei. Der Sinn dahinter ist es, soviel Lagerkapazität zu erschaffen und Waren zu bunkern, dass ein Bevölkerungsanstieg um einige hundert Mitbürger eine Ware nicht gleich in den Ausverkauf treibt. Denn dann kann euch Aufstand und Randale blühen. Auch wenn sich sowas vielleicht schnell legt, kostet es zusätzliche Güter, um die davongetragenen Schäden auszugleichen.
Sorgt lieber für ein stetiges Wachstum, dann ist es leichter abzulesen, welche Waren schon bald nicht mehr in ausreichenden Mengen zur Verfügung stehen und ihr könnt mit der Produktion oder dem Einkauf gegensteuern. Manchmal liegt es nur an einer falsch eingestellte Handelsroute, die an dem Engpass schuld ist.
Hütet euch auch vor Überbevölkerung. Etwa 10000 Einwohner reichen aus, um 4000 Adelige hervorzubringen. Holt ihr euch mehr Einwohner in die Stadt, aus dem Irrglauben, dadurch schneller zu genügend Adeligen zu kommen, dann werden euch unter Garantie Waren fehlen, um eine absolute Zufriedenheit und den damit verbundenen Aufstieg zu erreichen.
Abschliessend bleiben uns nur Geduld und Muse, als Empfehlung. Wir empfanden dieses Szenario, im Gegensatz zu fast allen anderen, der vierzehn vorangegangenen Aufgaben, als tatsächliche Herausforderung und Geduldsprobe.
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