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Killzone 2: Review

  Playstation 3 

Fraggen mit Freunden

Wer die Kampagne hinter sich gebracht hat und sich nach einer neuen Herausforderung umschaut, kann entweder einen höheren Schwierigkeitsgrad in Angriff nehmen oder sich dem umfassenden Mehrspielermodus des Titels zuwenden. Von Letzterem haben wir bereits nach der letztjährigen Games Convention berichtet und schon damals stand er der Einzelspieler-Kampagne optisch in nichts nach. Frei nach dem Motto "Gut kopiert ist halb gewonnen" haben sich die Entwickler bei sämtlichen Genrekonkurrenten der besten und beliebtesten Spielelemente bedient und diese gekonnt zu einem einheitlichen Ganzen vermischt. Das Resultat nennt sich Warzone und kommt mit insgesamt acht Karten, fünf Spielmodi und sechzehn anwählbaren Klassen daher, von denen die meisten erst einmal freigespielt werden müssen. Der Clou dabei ist, dass man sich aus jeweils zwei dieser Kategorien seine eigene Hybridklasse zusammenbasteln kann, was wiederum einige interessante spielerische Möglichkeiten eröffnet.

Killzone 2

Die vorhandenen Modi sind allesamt Variationen altbekannter Genreklassiker. Während sich hinter Bodycount das klassische Team Deathmatch verbirgt, gilt es in Assassination, ein einzelnes Teammitglied vor der gegnerischen Mannschaft zu beschützen. Bei Capture & Hold müsst ihr bestimmte Punkte auf der Karte einnehmen und so lange wie möglich halten. Search & Retrieve dagegen kommt als eine Art Capture the Flag-Verschnitt daher, und bei Search & Destroy müsst ihr Bomben an gegnerischen Strukturen anbringen. Das Besondere am Multiplayerpart von Killzone 2 ist, dass es zwischen den einzelnen Runden keine Unterbrechungen gibt, wie dies im Genre eigentlich üblich ist. Stattdessen stellt ihr zu Beginn der Partie eine Art Playlist zusammen, welche nach Beendigung einer Runde nahtlos zum nächsten Spieltyp wechselt. Dies hat erfreulicherweise zur Folge, dass ihr fast pausenlos am zocken seid und nur selten Wartezeiten eintreten.

Als kleiner Wermutstropfen kommt die Tatsache daher, dass es die Deckungsmechanik aus der Einzelspielerkampagne nicht in den Mehrspielermodus geschafft hat. Diese hätte den Online-Schlachten eine zusätzliche Schicht taktischer Tiefe verliehen. Schade ist auch, dass Killzone 2 ohne Koopmodus kommt - ein Spielmodus wohlgemerkt, der bei modernen Shootern eigentlich zur Grundausstattung gehört. Nichtsdestotrotz ist Guerilla Games hier nicht zuletzt dank dem motivierenden Rangsystem ein für Einsteiger und Fortgeschrittene gleichermassen packender Multiplayer-Modus gelungen, der euch voraussichtlich noch lange nach Beendigung der Kampagne beschäftigen wird!

Killzone 2
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Ettore Trento am 30 Jan 2009 @ 17:45
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