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TimeShift: Review
Doch wo gehobelt wird, da fallen Späne. Dies kann man auch die KI zuschreiben. Denn manchmal leistet sich die KI merkwürdige Aussetzer. So hechten Zukunftssoldaten aus sicherer Deckung direkt vor eure Flinte und sind damit leichtes Futter. Trotzdem ist TimeShift kein Spaziergang. Wer auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad den Abspann erblicken möchte, muss sich auf ein hartes Stück Arbeit vorbereiten. Nur mit stetigem Speichern kann man das glorreiche Ziel erreichen und die Nerven schonen.
In Sachen Abwechslung kann man dem Titel keinen Vorwurf machen. So werdet ihr euch durch zerbombte Strassenschluchten einer fiktiven Grossstadt ballern, brettert mit einem Quad-Bike durch verschneite Täler oder durchforstet eine Munitionsfabrik. In letzterer wird durch gigantische Brennöfen und riesige Pressen die passende Atmosphäre geboten. Sind die Aussenareale noch so gut gelungen, hätten die Entwickler in manchen Innenlevels mehr Details und vor allem eine bessere Beleuchtung einbauen müssen.
Dadurch wird viel Atmosphäre verschenkt und zahlreiche ältere Titel - wie F.E.A.R. - sind in diesem Bereich TimeShift überlegen. Bei den Wummen macht der Titel aber alles richtig. So werdet ihr die standardmässigen Knarren im Kampf gegen das Böse verwenden, wie zum Beispiel Maschinengewehr, Schrotflinte oder den allseits beliebten Raketenwerfer. Ausserdem besitzt jede Waffe einen sekundären Feuermodus.
Hast du was auf den Augen?Die Grafik von TimeShift ist ein zweischneidiges Schwert. Die meisten Aussenareale sehen überwiegend sehr schön und spektakulär aus. Vor allem, wenn es regnet. Hier lässt die Grafik ihre Muskeln spielen. Fantastische Wassereffekte und aufwändige Beleuchtung überzeugen. Wenn ihr dann auch noch die Zeit verlangsamt, könnt ihr sogar durch die in der Luft stehenden Regentropfen laufen - Matrix lässt grüssen, sehr cool! Wenn ihr aber ohne das wässrige Element durch die Levels stapft, sieht TimeShift auf weite Strecken gut, aber nicht spektakulär aus.
Kann man die auf höherem Niveau angesetzte Grafik verkraften, ist die Framerate ein kleines Sorgenkind. Obwohl sie auf konstant hohem Niveau ist, fühlt sie sich nicht immer flüssig an. Besonders spürt ihr das, wenn ihr mit einem Fahrzeug durch die Pampa düst - ärgerlich. Dafür haben sich die Entwickler beim Sound nicht lumpen lassen. Die einzelnen Effekte klingen allesamt gelungen und die deutsche Sprachausgabe ist auch akzeptabel. Eine etwas mitreissendere und intensivere Musikuntermalung wäre noch gut gewesen.
Wenn ihr keine Lust mehr habt, alleine zu spielen, loggt ihr euch einfach in den Multiplayer-Modus ein. Hier wird euch gewohnte Kost geboten. Die üblichen Modi wie Deathmatch oder Capture the Flag sind mit an Bord. Aber auch ungewöhnliche wie König der Zeit und Kernschmelzchaos. Bei Letzterem muss das eine Team den Kernreaktor der Gegenpartei vernichten. |
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