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Resistance 2: Review

  Playstation 3 

Monster die so gross sind, dass selbst Godzilla vor Neid erblassen würde, sind keine Ausnahme. Der Leviathan zum Beispiel gehört ohne Zweifel zu den dicksten Brocken, die es in der Videospielgeschichte bisher zu sehen gab. Dieser Riese ist so gross wie das gesamte Empire State Building und ihr könnt ihm nur mit voller Waffengewalt etwas entgegensetzen. So versucht er euch mit Hilfe seiner Lungen vom Gebäude zu blasen oder schickt kleine, fiese Alien-Schwärme auf euch. Nur wenn ihr hier richtig mit Raketenwerfer und Co. agiert, könnt ihr das Ungetüm umpusten.

Prinzipiell könnt ihr jede Waffe aufheben, die ihr herumliegen seht. Jedoch dürft ihr jeweils nur zwei zeitgleich mit euch führen. Ein kleiner Tipp am Rande: Packt immer eine schnelle und eine durchschlagskräftige Waffe in euren Rucksack. Insgesamt könnt ihr zwölf unterschiedliche Wummen finden, jede einzelne mit einem äusserst coolen zweiten Feuermodus. So könnt ihr mit dem Splicer ganze Gegnerhorden filetieren, indem ihr mit Sägeblättern durch die Gegend feuert, das Scharfschützengewehr kann kurzfristig einen Zeitlupenmodus aktivieren und die Gatling-Gun bietet einen elektronischen Schutzschild. Neben den abgefahrenen Alien-Waffen gibt es auch Standardkost wie zum Beispiel Granat- oder Raketenwerfer. Selbst diese altbackenen Gerätschaften stellen sich als geeignete Werkzeug zur Gegnerbeseitigung heraus.

Was bleibt nach der wuchtigen Kampagne sonst noch übrig? Richtig, eine herrlich integrierte Online-Komponente. Da wäre zunächst der normale Mehrspielermodus, der euch gegen maximal 60 andere Spieler im Skirmish-, Deathmatch- und Team-Deathmatch-Modus antreten lässt. Da auf den Servern recht viel los ist, trefft ihr stets auf andere Kämpfer und fechtet auf den grossen Maps fetzige und pompöse Schlachten aus. Das Highlight ist aber der extrem gelungene Koop-Modus. Habt ihr die Einzelspielerkampagne beendet und genug von den herrlichen Mehrspielerschlachten, könnt ihr entweder zu viert vor einer Konsole oder zu acht übers Internet sechs separate Karten in Angriff nehmen. Diese wurden extra für den kooperativen Modus designt und werden Schritt für Schritt freigeschaltet.

Dabei dürft ihr euch für eine von drei Klassen entscheiden: Sanitäter, Spec-Ops oder Soldat. Der Sanitäter kann zu jeder Zeit Kameraden mit seiner Strahlenkanone heilen. Der Soldat verstreut mächtig viel Schrot und schaltet die finstere Brut aus. Last but not least wäre da noch die Spezialeinheit, die die eigene Gruppe mit Munition versorgt. Wie in einem Rollenspiel steigt ihr mit genügend Erfahrung eine Stufe auf. Dadurch schaltet ihr neue Waffen, bessere Rüstungen oder neue Fähigkeiten für eure Charaktere frei. Für Motivation dürfte also gesorgt sein. Des Weiteren dürft ihr euch auf gelungene Berserker-Fähigkeiten freuen, die euren Charakteren bestimmte Vorteile bringen. So kann zum Beispiel der Sanitäter einen heilenden Kreis aufbauen, der alle in der näheren Umgebung heilt. Hier haben sich die Entwickler wahrlich Mühe gegeben und servieren euch eine wahre Langzeitmotivationsbombe.

Neben der imposanten Einzelspielerkampagne und dem motivierenden Mehrspielerpart kann Resistance 2 vor allem bei der Technik weitere Punkte einfahren. Die ganze Zeit über explodieren Objekte, Laser und normale Geschosse zischen an euch vorbei und durch die imposanten Explosionen wird realistisch Staub aufgewirbelt. Das Erfreulichste an der gesamten Präsentation ist aber, dass selbst bei einer riesigen Anzahl an Gegnern und wuchtig inszenierten Krachorgien die Bildrate erstaunlich hoch bleibt und das Geschehen zu keiner Zeit verzögert wirkt - traumhaft. Bei solchen Momentan fallen die ab und an auftretenden Clipping-Fehler schon fast gar nicht mehr ins Gewicht.

Auch der Sound kann sich hören lassen. Wuchtige Explosionen trommeln aus den Lautsprechern und der orchestrale Soundtrack trägt dazu bei, dass alles wie aus einem Guss wirkt. Auch die deutsche Sprachausgabe muss sich vor dem Original nicht verstecken. Einziger kleiner Kritikpunkt ist die eher harmlose Geschichte. Diese vergesst ihr aber spätestens dann, wenn ihr einem gigantischen Monster gegenübersteht und um euer Überleben kämpft.

Resistance 2
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Daniel Hanin am 07 Dez 2008 @ 20:23
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