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Vampire Rain: Review

  Playstation 3 

Bis auf wenige Ausnahmen beschränkt sich die Aufgabenstellung immer auf das gleiche Konzept: Man sucht die Gegend nach Leitern oder offenen Türen ab, achtet darauf, nicht in das Blickfeld eines Nightwalkers zu geraten und versucht, den auf der Übersichtskarte festgelegten Zielpunkt zu erreichen. Ab und zu erledigt ihr noch einen Bossgegner. Wenigstens die sind dem Entwickler halbwegs gelungen und sorgen für ein wenig Abwechslung. Leider wird die zu Beginn noch recht interessante Geschichte im Laufe des Spiels immer mehr zu Nebensache und verflacht auf Dauer.

Obwohl der Titel als Horror-Stealth-Shooter durchgehen möchte, fehlen zunehmend die Momente, bei denen ihr euch vor Angst in die Hose macht. Dies kann ein Dead Space um Meilen besser. Dort lernt ihr, was Angst wirklich bedeutet. In Vampire Rain habt ihr höchstens Angst, wenn ihr keine Munition mehr habt und euch einer oder mehrere Nightwalker gegenüberstehen. Spätestens jetzt wisst ihr, dass ihr euer Spiel erneut starten könnt. Das sind die einzigen Momente, welche euch Angstschweiss auf die Stirn treiben.

Habt ihr diesen Schock überstanden, werdet ihr sofort dem nächsten ausgesetzt: Der Grafik. Hier sieht einzig der Regen halbwegs gelungen aus und von diesem werdet ihr das komplette Spiel über begleitet - spitze! Die Stadt wurde leider extrem lieblos designt und bietet ausschliesslich eintönige und matschige Fassaden und ein gähnend langweiliges Leveldesign.

Des Weiteren haben sich die Entwickler, so wie es aussieht, auch nicht die Mühe gemacht, verschiedene Charaktere zu erstellen. Ständig bekämpft ihr die gleichen Blutsauger, die allesamt nicht nur übel aussehen, sondern wie oben beschrieben extrem zäh sind. Ausserdem scheint der Vampirismus den Viechern in den Kopf gestiegen zu sein, denn viel Gehirn ist da nicht übrig geblieben. Von Intelligenz ist weit und breit nichts zu sehen. Sobald sie euch sehen, stürzen sie sich zwar sofort auf euch, ansonsten schlurfen sie aber durch die Gegend wie eine Horde hirnloser Zombies.

Wer des Englischen nicht mächtig ist, erlebt sogleich den nächsten Schock. Denn auf eine Lokalisierung haben die Damen und Herren auch verzichtet. Die englischen Sprecher erledigen ihren Job zwar, wirken aber stellenweise sehr emotionslos - ist es ihnen zu verübeln? Ein Lichtblick in der ansonsten sehr trüben Umsetzung ist die spärlich eingesetzte Soundkulisse. Diese lässt mit ihren düsteren und unheimlichen Klängen ein wenig Gänsehautstimmung aufkommen. Auch die Steuerung haben die Entwickler nicht ganz vermasselt, wobei sie keine wirklich grossen Ansprüche an euch stellt.

Solltet ihr vom Einzelspieler-Modus einmal die Nase voll haben, dürft ihr euch online austoben. Auf dem Papier beziehungsweise der Rückseite der Spielverpackung steht es zumindest. In der Praxis erwies sich der Mehrspieler-Modus eher als Flaute. Denn es ist sehr schwer, Mitspieler für die diversen Deathmatch-Varianten zu finden. Irgendwie werden wir das Gefühl nicht los, dass sich daran auch in naher Zukunft nicht viel ändern wird. Ein exklusives Feature in der PlayStation 3-Version ist es, dass ihr nach dem ersten Durchspielen der Einzelspieler-Kampagne eure komplette Ausrüstung in ein zweites Abenteuer mitnehmen könnt. Des Weiteren dürft ihr Lloyd andere Outfits verpassen. Dies sind zwar zwei nette Features, mehr Spielspass dürft ihr euch aber nicht erwarten - schade!

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Daniel Hanin am 19 Nov 2008 @ 15:49
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