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Siren Blood Curse: Review
Schleichen statt SchiessenSpielerisch geht Siren Blood Curse seine eigenen Wege. Denn im Gegensatz zu Konkurrenten wie Resident Evil und Silent Hill liegt der Fokus bei Team 17s Werk ganz klar auf den Rätseln und lautlosem Vorgehen. Grund dafür ist unter anderem auch, dass ihr die ganz schön hartnäckigen Shibito ohnehin nicht töten könnt, weshalb es klüger ist, ihnen gänzlich aus dem Weg zu gehen. Nichtsdestotrotz stehen euch rund 50 verschiedene Nah- und Fernkampfwaffen zur Verfügung, mit denen ihr die Shibito zumindest kurzzeitig ausser Gefecht setzen könnt. So gut wie alles, was ihr unterwegs findet, lässt sich auf irgendeine Art und Weise als Waffe verwenden. Sei es ein Metallrohr, eine Glasflasche oder eine Schaufel. Wer die Augen offen hält, wird neben Waffen auch immer wieder Tagebücher, Artikel und andere Schriftstücke finden, welche meist sehr interessante Hintergrundinfos zur Story beinhalten.
Sight-JackUm einfacher an euren Widersachern vorbei schleichen zu können, erlaubt euch die so genannte Sight-Jack-Funktion per Knopfdruck, durch die Augen von Freund und Feind zu sehen. Kenner der Vorgänger dürften mit diesem innovativen Feature bereits bestens vertraut sein. Allerdings wurde es bei Siren Blood Curse deutlich überarbeitet. So könnt ihr nun beispielsweise wesentlich schneller zwischen den einzelnen Zielen hin- und herschalten und euren Charakter auch nach Aktiveren der Sight-Jack noch steuern. Das ist zwar sehr praktisch, ändert jedoch nichts daran, dass die Steuerung alles in allem doch ziemlich hakelig ausgefallen ist. Noch weitaus nerviger sind jedoch die äusserst passiven Gefährten, mit denen ihr in gewissen Abschnitten unterwegs seid. Sie reagieren oft nicht einmal, wenn sie angegriffen werden, was so gut wie immer zum Scheitern der ganzen Mission führt.
GruseligGrafisch sieht Siren Blood Curse ganz ordentlich aus. Vor allem die stimmigen Effekte, aber auch die gelungenen Charaktermodelle vermögen durchaus zu überzeugen. Leider ist das Spiel an vielen Stellen einen Tick zu dunkel. Darüber können auch die filmreif inszenierten Zwischensequenzen nicht hinwegtäuschen. Genauso wenig wie über die ziemlich detailarmen Umgebungen und die eher mässigen Texturen. Dennoch ist die Atmosphäre grösstenteils sehr gruselig, was in erster Linie auf den gekonnt eingesetzten Graupelfilter und die erstklassige Soundkulisse zurückzuführen ist. Sowohl die Hintergrundmusiken als auch die Effekte sind sehr stimmungsvoll und lassen keine Wünsche offen. Gleiches gilt für die professionelle englische Synchronisation und die praktisch fehlerfrei übersetzten deutschen Untertitel. |
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