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Summer Athletics: Review

  Wii 

Besonders authentisch werden die Wurfdisziplinen gesteuert. Beim Speerwurf wird die Wiimote wie das Sportgerät über der Schulter gehalten und nach oben und unten gewippt, um Geschwindigkeit aufzubauen. Anschliessend folgen wenige Sekunden, in denen man den richtigen Abwurfwinkel finden muss, indem die Wiimote entsprechend justiert wird. Wer dann noch vor dem Übertreten der Linie zum Werfen kommt, hat gute Chancen ein solides Resultat zu erzielen. Beim Hammerwerfen wird die Wiimote kreisend über dem Kopf bewegt und beim Diskus waagrecht von links nach rechts geschwungen.

Schweisstreibender geht es in der Schwimmhalle zu. Wobei das Turmspringen seinen Fokus aufs Timing gelegt hat. Wiimote und Nunchuck müssen im richtigen Moment jeweils nach unten geschlagen werden. Für den Schwimmwettkampf werden hingegen grosszügige Kreisbewegungen benötigt, die sich auch schnell in den Muskeln bemerkbar machen. Zum Eintauchen werden Wiimote und Nunchuck virtuell ebenfalls eingetaucht, sprich nach unten gestossen. Etwas komplizierter wird es beim Radrennen. Die beiden Controller müssen wie Pedale im Kreis bewegt werden, damit sich das Fahrrad von der Stelle bewegt. Richtungsänderungen werden durch Neigen der Controller erreicht, was gar nicht immer so einfach ist. Zusätzlich muss man ein hohes Tempo fahren und die Ausdauer nicht vernachlässigen. Wer dann im Teamrennen nicht genau weiss, mit welcher Taktik man losfahren soll, kommt schnell an seine Grenzen. Gelungener ist das Bogenschiessen, bei dem der Nunchuck ruhig gehalten werden muss, damit man sorgfältig mit der Wiimote zielen kann. Miteinberechnen muss man aber die Windstärke, was einiges an Übung erfordert, bevor eine hohe Punktzahl erreicht werden kann.

Dem Spieler stehen unterschiedliche Wettkämpfe zur Auswahl bereit oder der etwas zeitaufwändigere Karrieremodus. Unter den Wettkämpfen werden ganz einfach mehr oder weniger Disziplinen zusammengefasst, die hintereinander ausgeführt werden müssen. Seine Favoriten kann man auch bequem unter einem eigenen Wettkampf speichern. Der Karrieremodus verlangt vom Spieler einiges an Geduld. Hat man eine Disziplin erfolgreich abgeschlossen, kann man eine bestimmte Anzahl an Punkten auf die Fähigkeiten des Charakters verteilen. Im Amateurstatus funktioniert dies noch ganz ordentlich. Spätestens wenn der Spieler als Profi an den Start geht, sind die gesammelten Punkte aber doch zu wenig und die Gegner zu stark. Man kann also fast nur zur nächsten Stufe aufsteigen, wenn man in einem zweiten Profi-Durchgang noch einmal einen Haufen Punkte sammelt.

Technisch hinterlässt Summer Athletics einen etwas durchwachsenen Eindruck. Erwähnt sei hier, dass optisch keine grossen Bäume ausgerissen werden, gerade die Animationen wirken unschön. Die Publikumskulisse und ganz besonders die transportierte Stimmung sind zudem als eher schwach einzustufen. Erfreulich ist aber, dass die Steuerung durch die Bewegungssensoren doch recht gut gelungen ist und überwiegend sauber reagiert. Schade ist, dass kein Online-Spiel unterstützt wird und nicht einmal die Rekorde miteinander verglichen werden können. Vor dem heimischen Fernseher dürfen drei weitere Spieler an den Wettkämpfen teilnehmen. Gerade für mehrere Spieler ist es spannend auf den Arcade-Modus zurückzugreifen. In diesem stehen jedem Spieler fünf Boosts zur Verfügung, die eine einschlägige Leistungssteigerung auslösen - virtuelles Doping sozusagen. Die Boosts können alle in einer Disziplin oder auf unterschiedliche Disziplinen aufgeteilt werden. Eine gelungene taktische Komponente, die etwas Abwechslung ins Spiel bringt.

Summer Athletics
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Severin Auer am 29 Aug 2008 @ 00:50
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