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Little King's Story: Review

  Wii 


Gerade die Eroberung sowie die anschliessende Erschliessung neuer Gebiete erfordert einiges an Laufarbeit ab. Zunächst ruft ihr eure Truppen am königlichen Podest herbei, fegt mit ihnen das feindliche Geziefer oder untote Kühe hinfort und kehrt anschliessend mit Handwerkern und Gräbern wieder zurück in das von euch neu erkämpfte Territorium, um Schätze heben zu können. Wie bereits angesprochen kommt es in den Gefechten aber sehr auf eure Zusammenstellung an.

Eine gute Mischung aus Bogenschützen und Nahkämpfern sollte zwar grundsätzlich gegeben sein, ist aber nicht bei jedem Gegnertyp ratsam. Da Pfeile begrenzt sind und eure Knappen vor allem bei Flächenangriffen erheblichen Schaden einstecken müssen, solltet ihr auf die Vorgehensweise der dickeren Brocken schnell reagieren können und notfalls auch mal den kurzzeitigen Rückzug befehlen, um euch gesammelt wieder zum Kampf stellen zu können. Stellenweise artet das in Stress aus, da eure Untertanen sich ohne euch strunzdoof verhalten und neu erscheinende Feinde gar nicht angreifen, wenn ihr es ihnen nicht befehlt.

Mit dem Analogstick bewegt ihr den König sehr präzise durch sein Reich. Im Kampf könnt ihr seine Leibgarde mit der Hilfe des [A]-Knopfes zu einem bestimmten Ziel senden. Entweder bekämpft ihr dann Gegner oder ihr lasst den Weg freiräumen, etwa von sperrigen Baumstämmen. Die Handhabung an sich ist sehr einfach gehalten. Neulinge müssen absolut keine Furcht vor komplizierten Kombinationen haben, alles geht nach ein paar Minuten locker von der Hand. Nur in den Gefechten kommt es gelegentlich zu ein paar ärgerlichen Rucklern und stressigen Knopfdrucksituationen. Auch die Kameraperspektive ist nicht immer optimal ausgerichtet, so dass ihr von Hand nachjustieren müsst.

In grafischer und akustischer Hinsicht verzaubert die Märchenwelt mit ihrem Knuddelcharme. Auf den ersten Blick könnte man meinen, es mit einem Spiel für Kinder zu tun zu haben, doch der spielerische Anspruch ist nicht von Pappe, jüngere Spieler könnten gelegentlich die Unterstützung ihrer älteren Geschwister oder Eltern gebrauchen. In grellbunten Farben wird das Königreich dargestellt. Felder werden bestellt, die Dorfbewohner unterhalten sich angeregt in Sims-ähnlichem Gebrabbel, auf dem Marktplatz ist was los. Man hat stets den Eindruck, in einer lebhaften Welt zu agieren. Auch für die Ohren wird dabei viel geboten, denn die schöne, wenn auch ausgefallene Musik erzeugt eine herrliche Stimmung. Vor allem die klassischen Töne von Rossini oder Tschaikowski passen kurioserweise zum drollig-bunten Treiben auf dem Bildschirm.

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Birgit Grunow am 27 Mai 2009 @ 12:49
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