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Galileo Mystery - Die Krone des Midas: Review
Da ein Museum seine Themen räumlich abgrenzt, kann man sich die Wissenhäppchen Raum für Raum munden lassen. So fangen wir bei unserem ersten grösseren Mysterium an: versteinerte Dino-Knochen zusammensetzen. Dass man nebenbei den Körperbau eines Triceratops näher kennenlernt, ist eine nette Begleiterscheinung. Später wird es dann historischer, wenn man Grundsätzliches über König Midas erfährt oder sich in Minigames technische Zusammenhänge erpuzzeln darf. Stück für Stück schalten die Spieler alle Räumlichkeiten frei. Das ist in diesem Fall eine willkommene Alternative zu trockenem Schulunterricht, in dem das Wissen stur nach Lehrplan um die Schülerohren geballert wird. Leider sind die Ladezeiten zwischen den einzelnen Räumen ungewohnt üppig.
Wem aber auch diese Art Lehrstunde zu dröge wird, kann auch mit der Skip-Funktion die kleinen Dialoge überspringen. Es bleibt zu hoffen, dass diese Funktion nur in Anspruch genommen wird, weil man eh schon alle Fakten über das Objekt im Köpfchen hat. Ein wenig Bildung hat noch niemanden geschadet - ausserdem bringt man sich um sehr gut vertonte Dialoge, die von professionellen Synchronsprechern wie den deutschen Stimmen von Nicole Kidman, Laurence Fishburne oder Tobey Maguire eingesprochen wurden.
Sowohl die Minispiele als auch die Steuerung der Spielfigur werden mir der Wiimote ohne grosse Zicken unternommen. Einen Nunchuck-Zusatz braucht man hier nicht. Man zielt auf den Bildschirm, klickt ein Objekt an, Stephan läuft in die angewiesene Richtung und betritt entweder den nächsten Raum oder enthüllt das nächste Rätsel. An dieser Stelle atmen Adventure-Kenner sicherlich auf, die auf der Wii schon so manche Tortur durch krude Steuerungen über sich ergehen lassen mussten.
Die optische Präsentation dagegen steht leider auch kurz vor der Museumsreife. Zwar ist die Nintendo-Plattform beileibe nicht das Grafik-Kraftpaket, aber ein wenig mehr Luft nach oben in der visuellen Darstellung hat auch diese Konsole. Dennoch wirken alle Settings, die Animationen und die Spielfiguren nicht unansehnlich. Lediglich Kennern und Vielspielern wird das eine oder andere Manko sofort ins Auge springen. Dem Spielspass ist das jedoch nicht abträglich, da die Rätseldichte hier entscheidend ist. Jungzocker werden sich zusätzlich eher auf die Lösung der Aufgaben konzentrieren und nicht darüber nörgeln, dass der Pixelshader nicht der neuesten Generation angehört. Die acht bis zwölf Spielstunden werden sie auch ohne diesen Schnickschnack gut angelegt haben. |
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