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Aggressive Inline: Review

  XBOX 


Neuartiges Attributesystem

Ein weiterer Punkt, in dem Aggressive Inline eigene Wege geht, ist die Art, wie man seinen Charakter verbessert. Dies geschieht nämlich nicht durch finden gewisser Symbole und verteilen von Punkten auf verschiedene Eigenschaften. Hier verbessert man sich dynamisch durch Training. Was bedeutet das genau? Je öfter man grindet, desto besser wird man darin. Wendet man oft Manuals an, so verbessert sich diese Eigenschaft. Dieses System ist sehr motivierend, denn man verbessert sich automatisch in seiner bevorzugten Disziplin und muss sich keine Gedanken über die Punkteverteilung machen.

Tricky

Der grösste Unterschied des Tricksystems von Aggressive Inline gegenüber der Konkurrenz ist, dass nur ein Knopf für das Auslösen von Grabs und Spins vorhanden ist. Dadurch wird die Zahl der möglichen Kapriolen etwas eingeschränkt, was aber nicht weiter stört da die Zahl ebensolcher immer noch stolz ist. Der dadurch freiwerdende Knopf wird als sogenannter Aktionsknopf eingesetzt. Einerseits kann man damit Personen ansprechen, die einem Aufgaben zuteilen, andererseits kann man sich damit an Stangen festhalten und herumschwingen. Letzteres ist ein noch nie dagewesenes Element, was jedoch nicht allzu gut umgesetzt wurde, da es an Präzision fehlt. Die Knopfbelegung und Bedienung für Sprünge und Grinds entspricht den gängigen Standards. Drehungen um die eigene Achse werden mit den Schulterknöpfen ausgelöst. Auch die für Combos wichtigen Manuals finden sich wieder, genauso wie ein Move, mit dem sich eine Combo nach einer Quarterpipe fortsetzen lässt. Mr. Hawk lässt grüssen. Eine gewisse Eingewöhnungszeit muss man sich auch als Genreveteran eingestehen, bis die Steuerung ins Blut übergeht. Sobald dies jedoch der Fall ist, lassen sich die spektakulärsten Combos relativ präzise auslösen. Es bleibt allerdings zu sagen, dass die steuerungstechnische Perfektion eines Tony Hawks 3 nicht ganz erreicht wird.

Grafik und Sound

Auch grafisch zeigt sich Aggressive Inline von seiner Schokoladenseite. Scharfe Grafiken gepaart mit einer grossen Weitsicht verwöhnen das Auge. Die bunten aber nicht kitschigen Levels erwachen durch die imposante Architektur zum Leben. Auch die Animationen der Charaktere sind butterweich und lassen keine Wünsche offen. Sehr erfreulich zu sagen ist, dass Microsofts schwarze Wunderkiste all dies ohne Slowdown, Popup oder sonstiges darstellt. Ebenfalls sehr stilvoll präsentiert sich die Menuführung und rundet das Grafikpaket schön ab.

Der Soundtrack präsentiert sich recht typisch für ein Spiel dieser Art. Von Punkrock über Hip Hop bis hin zu funkigen Stücken ist eine schöne Vielfalt von Indiesounds vertreten. Die Anzahl der Lieder ist jedoch eher gering, vor allem wenn man diese beispielsweise mit Amped vergleicht, was zugegebenermassen nicht ganz fair ist. Hier hätte die Integration von eigenen Soundtracks Abhilfe geschaffen. Darauf wurde leider unverständlicherweise verzichtet. Zu den Soundeffekten gibt es nicht viel zu sagen. Durchwegs solide Kost vom Rollen auf verschiedenen Untergründen über die quietschenden Grindgeräusche bis hin zu den Stimmen von den Personen, welche die Levels bevölkern.

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Admin am 12 Mrz 2005 @ 09:11
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