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Stefan liess es sich nicht nehmen und nahm die meiste Zeit hinter dem Schlagzeug Platz. Bislang gänzlich ohne Drum-Erfahrung, machte er seine Sache mehr als ordentlich und sorgte für ordentlich Wumms hinter der Schiessbude. Das Set besteht aus vier gummibeschichteten Pads, die je einen Durchmesser von knappen 20 Zentimetern aufweisen. Dank regulierbarer Höhe gibt es für grosse und kleine Schlagzeuger keine Sitzprobleme. Ein Pedal simuliert das Bassdrum. Wer es nicht gewohnt ist, ein Bassdrum zu treten, wird sich nach ein paar Stunden wundern, wie verkrampft so ein Fuss werden kann.
Zwei waschechte Sticks werden euch mitgeliefert, dementsprechend laut ist das Trommeln auf den Pads dann aber auch. Wer seine Anlage nicht entsprechend aufdreht oder über Kopfhörer spielen kann, wird Probleme haben, die Musik noch gut zu hören. Etwas bedauerlich ist, dass die Pads sich nicht einzeln nachjustieren lassen. So käme ein deutlich realistischeres Spielgefühl zustande, wenn man zum Beispiel Snare-Becken gerade ausrichten könnte. Wirklich auffallen wird dies aber nur denjenigen Spielern, die bereits hinter einem echten Drumkit gesessen haben.
Für den Gesang steht euch ein ordentliches Mikrofon zur Verfügung. Angeblich soll jedes USB-Mikrofon kompatibel zum Spiel sein, dies konnten wir jedoch mangels entsprechender Hardware leider nicht überprüfen. Die Verarbeitung ist solide, möglichen Kabelbrüchen ist man mit einem etwas starreren Kabel entgegengetreten, eine gute Wahl der Entwickler.
Gelungen ist auch die Personalisierung der Charaktere. Im Verlauf der Karriere könnt ihr eurem Alter Ego auch in diesem Titel diverse Outfits aus unterschiedlichen Bereichen spendieren. Vom Drachentöter-Look bis hin zu Punker-Outfits ist für jeden etwas dabei. Nette Kleinigkeiten wie Schminke, Frisurgestaltung und Tattoos bereichern das Aussehen und ermöglichen eine tolle Identifikation mit dem eigenen Charakter. Leider könnt ihr euch mit eurem Charakter nicht als Drummer austoben, wenn ihr bereits einen Gitarristen angelegt habt. Das ist bedauerlich und sorgt speziell im Bandmodus für leichten Frust. Hier ist noch Optimierungspotential vorhanden.
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