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LEGO Indiana Jones 2 - The Adventure Continues: Review
Wer den letzten Indiana Jones-Film noch nie gesehen hat, wird Probleme haben, der Geschichte und dem Humor zu folgen. Da die Story nur jeweils kurz angerissen wird und es im LEGO-Universum ja keinerlei Sprachausgabe gibt, sind die mit Mimik, Gestik und Grummelgeräuschen versehenen Zwischensequenzen nur zu verstehen, wenn man den Film kennt. Der Humor im Spiel ist zwar sicherlich auch Geschmackssache, es ist aber Tatsache, dass den Entwicklern kaum neue, witzige Situationen eingefallen sind, ständig hat man das Gefühl, dass man dies schon im ersten Spiel ähnlich gesehen hat.
Und so spielt sich der Titel dann auch, es sei denn, es kommt zu einem der gigantischen Bosskämpfe. Denn hier weicht das Spiel dann plötzlich erheblich vom Film ab, die Designer wurden spürbar von der Kette gelassen und durften offensichtlich Vollgas geben. Und wie! Waren die Bossgefechte im Vorgänger bereits nett, sind die in diesem Titel enthaltenen Kämpfe mehr als ansprechend geraten, vor allem in optischer Hinsicht. Wenn sich Ameisen zu Hunderten zu einem gewaltigen Monster formen und mit Ameisenbündeln in Felsformation nach euch schmeissen, dann hat das schon was und sieht beeindruckender aus als die originale Filmszene, in der die Viecher lediglich vor dem Kristallschädel ausgewichen sind. Das gibt es im Spiel zwar auch, hat aber nur Bedeutung in ein paar Umgebungen, bei denen ihr nur mit dem entsprechenden, schädeltragenden Charakter zu Schaltern gelangt, weil sie von Ameisen umgeben sind.
Lobenswert ist, dass jederzeit ein zweiter Spieler mit ins Geschehen einsteigen kann. Der Kooperativmodus war auch schon in vorherigen LEGO-Spielen in dieser Form vorhanden und hat sich offensichtlich bewährt. Zu zweit macht es dann auch nochmals mehr Freude, die Rätsel zu bewältigen und den Bösewichten ordentlich eins auf die Rübe zu geben. Vorteil für Erziehungsberechtigte: Sie können den Kleinen beim Spielen nicht nur passiv zuschauen, sondern ihnen hilfreich unter die Arme greifen, wenn sie mal bei einer kniffeligen Stelle nicht weiterkommen. Leider gibt es auch diesmal statt eines flexiblen Speichersystems oder gelegentlicher Kontrollpunkte nur eine Speicheraktion am Ende eines jeden Levels. Da die Abschnitte mitunter ziemlich lang sind, kann dies speziell Kinder frustrieren, wenn sie nach einigen Minuten immer noch nicht das Ende des Levels gesehen haben und gerne eine Pause einlegen wollen. Das ist also noch verbesserungswürdig im nächsten LEGO-Spiel.
Verbessert wurde der Einsatz der Fahrzeuge im Spiel, denn endlich gibt es auch mal packende Verfolgungsjagden zu erleben. Die nach wie vor sehr gewöhnungsbedürftige Steuerung verhindert aber bedauerlicherweise, dass hier viel rasante Freude aufkommt. Zwar gibt es nun auch etwas agilere Untersätze zu steuern, aber selbst diese Gefährte können mit ihrer Kurventechnik einen gestandenen Mann zum Weinen bringen. Wenn das bei Kindern auch klappt, müssen Papa und Mama wohl öfter unter die Arme greifen, als ihnen lieb ist.
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