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Battlefield 1: Review

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Retrowelle im Fernsehen. Egal, ob Hawaii Five-O, MacGyver, das Glücksrad oder Ruck Zuck. Es funktioniert. Im Kino? Star Wars, Ghostbusters und in Kürze die Power Rangers. Da ist es doch nur logisch, dass man auch im Spielesektor ehemals erfolgreiche Dinge wieder ausgräbt. Nach Jahren der modernen Kriegsführung besinnt sich die Battlefield-Reihe zurück auf ihre historischen Wurzeln und wirft uns nicht in den Zweiten, sondern sogar in den Ersten Weltkrieg zurück. Fernab von Drohnen und Hightech-Equipment liefern wir uns Schlachten auf riesigen Maps mit Luftschiffen, Doppeldeckern, Pferden und Bajonetten. Klingt stimmig, aber funktioniert es auch?

Cold Open

Zu Beginn schmeißt uns Battlefield 1 direkt an die Frontlinie in den Schützengraben. Zwischen Gebäuderuinen, Schlammlöchern und Baumstümpfen müssen wir eine Angriffswelle der Deutschen abwehren. Wir kämpfen verbissen und sind dabei gelähmt und erschrocken, denn in dieser Eröffnungssequenz glorifiziert Battlefield 1 keinesfalls den Krieg, es zeigt uns eher all seine Schattenseiten. Nach wenigen Minuten beißen wir ins nicht vorhandene Gras, auf dem Bildschirm erscheinen der Name unseres Kämpfers sowie Geburts- und Todesjahr. Damit hat unser virtuelles Alter Ego einen Namen und eine Geschichte. Beklemmend. Noch ein paar Mal springen wir in dieser Sequenz in die Haut eines anderen Kriegers und sterben ein ums andere Mal den Bildschirmtod. Keinen Heldentod, sondern den sinnlosen Tod eines jungen Mannes, der zum Kampf gezwungen wurde.

Das ist intensiv, das ist authentisch und das ist beklemmend und damit ein absoluter Gänsehaut-Einstieg in die Welt von Battlefield 1. Hinter diesen intensiven ersten Spielminuten aber verbirgt sich konsequent-bekannte Battlefield-Kost. Und wer zuletzt kein Battlefield gespielt hat, der nehme den Star-Wars-Shooter Battlefront als Referenz heran, ziehe Lichtschwerter und Jedis ab und addiere reale Weltgeschichte und plausible Schauplätze. Fertig ist der Multiplayer-Knaller.

Allein bist' der Depp!

Doch abseits intensiver 64-Spieler-Schlachten liefert Battlefield auch eine Art Solokampagne mit: die sogenannten Kriegsgeschichten. Das ist keine zusammenhängende Story, sondern eher eine Sammlung aus sechs unabhängig voneinander funktionierenden Episoden, jede davon an einem anderen Schauplatz und mit einem anderen Protagonisten. Schön und aufwendig produzierte und vertonte Zwischensequenzen leiten die Geschichten rund um einen britischen Panzerfahrer oder einen italienischen Elitesoldaten ein und sorgen schnell dafür, dass wir eine enge Bindung zu unserem Protagonisten aufbauen. Zumindest so lange, bis die recht uninspirierten Singleplayer-Missionen beginnen. Dann verfliegen der Pathos und die unterschwellige Kritik zusammen mit den feinen, emotionalen Zwischentönen im Ego-Shooter-Einerlei mit Horden von vergleichsweise dumm agierenden KI-Gegnern und simplen Wegpunkt-Aufgaben. Erzählerisch wäre da zweifellos mehr drin gewesen, dennoch dürften euch die abwechslungsreichen Episoden für rund fünf bis zehn Stunden ganz gut unterhalten.

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Tobias Kuehnlein


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Tobias Kuehnlein am 28 Okt 2016 @ 14:31
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