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LEGO Marvel Avengers: Review

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In LEGO Marvel Avengers spielt ihr – anders als im zwei Jahre zuvor erschienenen LEGO Marvel Super Heroes – die Handlung satter sechs Marvel-Filme nach. Klingt gut? Werden gar Assoziationen zum Klassiker LEGO Star Wars: The Complete Saga wach? Dann müssen wir euch mal direkt enttäuschen: Der Avengers-Ableger ist keineswegs so gut wie die Klötzchen-Odyssee im Weltraum und kann selbst das Niveau des Jurassic-Park-Spiels nicht halten.

Verloren im Marvel-Universum

Das fängt schon mit der Erzählstruktur an. Marvels Cinematic Universe erstreckt sich über alle möglichen Figuren und Filme, bündelt die Einzelschicksale von Charakteren wie Iron Man, Thor, Captain America und Hulk in den Avengers-Blockbustern. Trotzdem war und ist es immer möglich, die Filme auch einzeln und unabhängig voneinander zu genießen. Das Meisterhafte daran ist, wie sich diese Puzzleteile zu einem großen Ganzen fügen. Anders in diesem LEGO-Titel: Die Handlung startet mit Age of Ultron, zieht dann einen Bogen zum ersten Avengers-Streifen, bietet Versatzstücke aus Captain Americas Abenteuer und Iron Mans Eskapaden. Seid ihr mit der Handlung der einzelnen Filme nicht vertraut, ist es schwer, dem roten Faden zu folgen. Ein No-Go.

Schlechtes Spieldesign

Während das Narrativ gar nicht erst zustande kommt, wurde beim Spieldesign geschlampt. Die Welten mögen groß und ansehnlich sein, doch sich in ihnen zu orientieren, gleicht einer Schnitzeljagd ohne konkrete Hinweise. Die Entwickler versuchten etwa, den Rätselanteil am Gesamtspiel merklich zu erhöhen. Mit der Konsequenz, dass ihr zumeist wie kopflose Hühner durch die Gegend irrt und für viele, viele Minuten nicht wisst, was eigentlich zu tun ist. Da die Lösungswege vollkommen starr sind, müsst ihr zwingend den Vorgaben folgen – und welche das sind, bleibt oftmals nebulös. Ein konkretes Beispiel: In einem der ersten Levels evakuiert ihr die S.H.I.E.L.D.-Basis, nachdem Loki den Tessarakt an sich gerissen hat. Zunächst gilt es, Agent Coulsen aus einem Häusertrakt zu befreien. Damit dies gelingt, müsst ihr mit Agent Maria Hill per Doppelwandsprung auf die obere Ebene, wo sich der Zugang zu Coulsen befindet. Doof nur: Eine Kamera checkt, ob ihr Zugriff auf die Türsteuerung habt oder nicht. Diese kann aber lediglich Nick Fury betätigen, der aber wiederum keinen Wandsprung ausführen kann, ergo nicht auf die obere Ebene kommt.


Des Rätsels Lösung: Ihr müsst willkürlich einige der herumstehenden Kisten zertrümmern. Erst dann offenbart sich, dass ihr aus den freigesetzten Steinen eine Leiter bauen könnt, die Nick Fury erklimmt. Fury betätigt letztlich den Schalter, um im Verbund mit Maria Hill und dem befreiten Agent Coulsen erst eine Sprungschanze zu bauen und sodann einen Truck von einer Parkkralle zu befreien, um mit diesem Vehikel über eine Barriere aus Autowracks zu springen. Uff. Liest sich anstrengend? Prima, denn so spielt es sich auch. Beispiele dieser Art gäbe es viele, letztlich haben die Entwickler einfach nicht bedacht, dass eine konkrete Hilfestellung hier und da das Leben der Spieler erleichtert und dem Spielspaß zuträglich ist.

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Daniel Wendorf

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Daniel Wendorf am 25 Feb 2016 @ 22:42
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