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WWE 2K16: Review

  Playstation 4 Xbox one 

Vor ziemlich genau einem Jahr feierte die WWE-Reihe mit WWE 2K15 ihr Current-Gen-Debüt. Leider fiel das eher verhalten aus. Zwar überzeugte das neue, langsamere Gameplay, drumherum aber fehlte es am Existenziellen. Zahlreiche Creation-Modi waren stark beschnitten oder ganz verschwunden, und sogar etablierte Match-Arten waren nicht mehr aufzufinden. 2K versprach Besserung und wir haben überprüft, ob WWE 2K16 diese tatsächlich liefert.

Hoch das Bein

Schauen wir in den Exhibition-Modus und prüfen wir mal nach, was es da so gibt. Hey, Augenblick. Ein Leiter-Match? Krass. Ein Extreme-Rules-Tornado-Tag-Team-Kampf? Heftig. Pardon, das war etwas zu sehr Sarkasmus-getränkt, aber ein wenig freuen darf man sich darüber durchaus, denn diese Match-Arten waren im Vorgänger einfach verschwunden. Keine Angst, liebe Fans: Fast alle Match-Arten, die ihr noch im Vorgänger vermisst habt, sind wieder da. Ein guter Start.

Äußerst rund wirkt auch die Präsentation. Zwar hat sich an der altbackenen Engine erwartungsgemäß wieder nichts verändert, jedoch haben sich die Entwickler mit den Modellen der Wrestler sichtlich Mühe gegeben. Der Undertaker sieht nicht mehr aus wie eine polierte Action-Figur, sondern wirklich wie der aktuelle, in die Jahre gekommene Deadman, der derzeit im TV noch eine letzte große Fehde bekommt. Bei COO Triple H, der in der Realität beinahe nur noch im Anzug auftritt, haben sich die Entwickler ebenfalls sichtlich bemüht. Sein digitales Ebenbild bildet im Spiel die Referenz für Fotorealismus. Vor allem aber bei den Diven haben sich die Entwickler ordentlich ins Zeug gelegt, wobei es beinahe eine Schande ist, dass die aufstrebenden Wrestlerinnen um Sasha Banks und Charlotte einfach nicht im Spiel sind. Aber auch dieses Jahr gibt es Ausreißer nach unten. So sieht der McMahon-Sproß Shane McMahon aus wie ein schlechtes Stuntdouble, und auch Edeljobber Zack Ryder sieht seinem realen Vorbild nur sehr bedingt ähnlich. Aufgrund der Größe des diesjährigen Rosters mit über 120 spielbaren Legenden und Superstars wollen wir das aber mal verschmerzen.

Neu ist auch, dass ihr, außer im von Zwischensequenzen durchzogenen Showcase-Modus, der sich dieses Jahr um Stone Cold Steve Austin dreht, vom ersten Einzug eines Wrestlers bis zu den Replays und der Siegessequenz nach dem Match keinen Ladebildschirm mehr seht. Stattdessen wird zwischen zwei Einmärschen kurz ins diesmal etwas hübschere Publikum oder auf die Kommentatoren geschwenkt. Das sind optische Feinheiten, die aber zur TV-Atmosphäre ungemein beitragen – ebenso wie das Hashtag zur jeweiligen Show oben links im Bildschirm. Ganz wie im Fernsehen eben.

Die Welt ist nicht genug

Seit Jahren heißt das auf den malerischen Namen "WWE Universe" getaufte Wrestling-Publikum auch bei den deutschen Kommentatoren "WWE-Universum". Dass der entsprechende Spielmodus seit Jahren als "WWE Welt" übersetzt wurde, ging einigen Hardcore-Fans gehörig auf die Nerven. Gute Nachricht: Das ist Geschichte. Auch in der deutschen Fassung heißt der Endlos-Spielmodus, in dem ihr eure eigene WWE verwaltet, endlich WWE-Universum. Wie gehabt setzt ihr Fehden an, kämpft euch durch Matches, bestimmt Roster und Show-Kalender oder schaut einfach mal, was euch das Spiel vorgibt. Detailliertere Wrestler-Statistiken und genauere Infos zu den laufenden Fehden werten den Universum-Spielmodus abermals ein bisschen auf, auch wirken die Fehden nun nicht mehr ganz so willkürlich, wie bisher. Dass ihr Titelkämpfe nicht bei den regulären TV-Shows erstellen könnt, ist ein kleiner Schönheitsfehler, den 2K aber bereits mit dem jüngst veröffentlichten Patch 1.02 behoben hat.

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Tobias Kuehnlein


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Tobias Kuehnlein am 09 Nov 2015 @ 16:30
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