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Rayman Origins: Review
So viel zu entdeckenOkay, die Handlung von Rayman Origins ist nicht der Rede wert, im Spiel sehen wir gerade mal eine einminütige Filmsequenz. Doch Ubisoft hat das Abenteuer mit hochgradig motivierenden Ideen gefüllt, die über den dünnen Handlungsfaden hinwegtrösten. Allen voran Raymans Fähigkeiten, die wir uns nach und nach verdienen müssen. Zu Beginn verfügt der gliederlose Kauz nichtmal über seinen berühmt-berüchtigten Rundumschlag. Erst wenn wir in jeder Welt die betörende (und ebenso tollpatschige) Nymphe Betilla befreien, belohnt uns das Spiel mit einer Faustattacke, einem Verkleinerungszauber oder der Möglichkeit, kurzzeitig über Abgründe zu schweben. Dadurch öffnen sich nicht nur neue Gebiete in bereits absolvierten Levels, auch die kniffligen Zeit- und Sprintmissionen lassen sich so deutlich leichter bewältigen.
Überhaupt zieht der Schwierigkeitsgrad verflucht schnell an. Während das erste Kapitel als seichte Spieleinführung dient, werden die Sprungeinlagen zunehmend kniffliger, bleiben aber stets fair. So gesellen sich zu den üblichen Darktoons, die wir einfach mit einem Sprung auf den Kopf ausschalten, Feinde mit Stachelhelm, die wir aus dem Hinterhalt beharken müssen. Derweil springen wir über bewegliche Plattformen, schwingen uns an Lianen oder beweglichen Grabschhändchen (!), und ballern uns sogar mit einem Moskito (!!) durch einen Hindernisparcours. Wenn wir also ins Gras beissen, dann nicht unbedingt, weil das Spiel so schwer ist, sondern weil unser Auge an den liebevollen Umgebungsdetails haften bleibt und wir uns nur schwer auf das flotte Spielgeschehen konzentrieren können.
Angesichts der bilderbuchschönen Cartoon-Grafik kein Wunder. Die Entwickler haben jedes Detail in mühevoller Kleinarbeit per Hand gezeichnet und jeder Figur eigene Animationen spendiert. Da streichelt Globox seinen kugelrunden Bauch, Rayman kratzt sich verwundert am Kopf, und die Kleinlinge - hach, die Kleinlinge. Die sind einfach herzzerreissend niedlich. Wenn sie kichernd zum Schlag ausholen und mit ihren Stummelbeinchen tapsend über den Boden quietschen, mag man am liebsten seinen Bildschirm umarmen. Sensationell, wie viel Liebe aus jedem einzelnen Bildpunkt von Rayman Origins tropft. Grafisch und klangtechnisch hat Ubisoft die Messlatte verdammt hoch angelegt.
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