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GoldenEye 007 - Reloaded: Review
Die zwei Seiten eines AgentenlebensAnalog der Vorlage wird auch in der Neufassung geschlichen und geschossen. Und so machen einige Spielabschnitte deutlich, dass eine ruhigere und dementsprechend getarnte Vorgehensweise durchaus dem Spielablauf dienlich wäre. "Wäre", denn konsequent durchgezogen haben die Entwickler das Schleichelement leider nicht. Praktisch alle Abschnitte lassen sich genauso gut auch mit brutaler Waffengewalt absolvieren. Zumal bei einer Entdeckung des Spielers sofort alle Feinde in der Gegend den Aufenthaltsort desselben kennen und oftmals sogar noch neue Gegner dazustossen. Dann heisst es entweder den Spielabschnitt neu laden oder die schallgedämpfte Kleinkalibrige gegen ein durchschlagenderes Geschoss tauschen. So aber hat man stellenweise fast das Gefühl, die Levels in einer Art Bond-Version von Deus Ex: Human Revolution zu durchwandern. Man hat zwar Schleichmöglichkeiten, muss sie aber nicht nutzen, obwohl es eigentlich die Absicht der Entwickler gewesen sein dürfte.
In diesem Zusammenhang ankreiden wollen wir die künstliche Intelligenz der Gegner, die nicht zu bemerken scheint, wenn zehn virtuelle Meter neben ihr gerade ein Kollege niedergeschossen wird. Sicherlich, der schallgedämpfte Schuss dürfte vielleicht und unter Umständen nicht zu hören sein. Wenn allerdings der Kollege gerade wie ein Sack Kartoffeln zusammenkracht und am Boden liegt, sollte eigentlich ein Metal Gear Solid-mässiges "Hmm??" schon drinliegen. Ein kleines Manko stellen dann auch gleich die toten Kameraden selbst dar, die nach wenigen Sekunden einfach aus dem Bild ploppen. Dass sich da dann keiner der Gegner fragt, warum da und dort einfach Waffen am Boden herumliegen, erweist sich als schleierhaft. Dieser Kritikpunkt ist jetzt nicht die massive, beispiellose Spassbremse, wirkt an einigen Stellen dann aber für das logische Denkvermögen des Spielers doch leicht verstörend.
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