GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Fahrenheit: Review

  Playstation 2 

Die beiden Medien der Videospiele und Kinofilme werden schon seit Jahren immer mal wieder miteinander verknüpft. So ist es keine Seltenheit, dass es ein Spiel zu einem Film gibt, oder umgekehrt. Leider ist die Qualität in beiden Varianten nicht immer die Beste. Auch die Variante der interaktiven Filme ist schon lange im Gespräch, doch wirklich brauchbare Ansätze gibt es dort bis heute nicht. Nun soll ausgerechnet ein Adventure das Heft in die Hand nehmen und der Spielergemeinde zeigen, dass es sehr wohl möglich ist, eine packende Story mit Rätseln und Actioneinlagen wie in einem Film zu verknüpfen. Willkommen bei

Fahrenheit

!



Spiel oder Film?

Bereits das Hauptmenü macht deutlich, dass es sich bei Fahrenheit nicht um ein einfaches Videospiel handelt. Punkte wie "Spiel Laden" oder "Ein neues Spiel starten" heissen hier nämlich schlichtweg "Film starten" oder "Film fortsetzen". Ganz schön selbstbewusst, den eigenen Titel klar als interaktiven Film hinzustellen. Doch schon nach kurzer Zeit wird klar, dass die Entwickler Quantic Dream den Nagel damit voll auf den Kopf treffen.

Wer das Spiel zum ersten Mal beginnt, sollte idealer Weise mit dem Tutorial beginnen. Bereits hier beginnt der Charme des Spiels zu greifen, denn wo lernt man die Steuerung eines interaktiven Spielfilms besser, als am Set der Dreharbeiten? So steht ihr also, zusammen mit dem Regisseur, in einem ansehnlichen Raum mit Bluescreen und einer winzigen Kulisse. Hier wird euch gezeigt, wie ihr mit der Kamera arbeiten könnt, wie die Charaktere mit Objekten interagieren und wie ihr mit Dialogen umzugehen habt.

Anders als bei bisherigen Adventures habt ihr nämlich kein komplexes Auswahlsystem mit zig vorgefertigten Sätzen, sondern maximal vier Antwortmöglichkeiten am oberen Rand des Bildschirms. Dabei werden keine ganzen Sätze angezeigt, sondern jeweils nur Stichworte. Durch Gesten mit dem rechten Analogstick wählt ihr eines der Stichworte aus und die Geschichte geht weiter. Aber Vorsicht: Euch bleibt nur wenig Zeit, eine Antwort auszuwählen. Ein recht zügig abnehmender Balken gibt einen Countdown, bis wann eine Antwort ausgewählt sein muss. Meistens reicht es nur dazu, die Antwortmöglichkeiten durchzulesen und dann schnell eine Entscheidung aus dem Bauch heraus zu treffen. Das klingt hektisch, unterstreicht aber perfekt den Druck, unter dem die Charaktere ständig zu leiden haben.

Mörder wider Willen

Aber warum eigentlich der ganze Stress? Wie so oft in Filmen, spielt auch diese dramatische Geschichte in New York. Es ist Winter, die Strassen sind von Schnee bedeckt und ständig fallen neue weisse Flocken vom Himmel. Eigentlich eine sehr gemütliche Winteratmosphäre, wäre da nicht dieser tragische Vorfall in einer Bar. Zu Beginn des Spiels schlüpft ihr in die Rolle von Lucas Kane. Lucas ist ein ganz normaler Mensch, ist einunddreissig Jahre alt und arbeitet als IT-Manager. Zwar ist er seit kurzem wieder solo, doch das wird in Kürze sein kleinstes Problem sein. Sein Schrecken beginnt, als er eines Tages auf die Toilette einer Bar geht, um dort einen Mord zu begehen.

Die Bar ist recht klein und gemütlich, wie man sie aus alten amerikanischen Filmen kennt. Die Kellnerin steht hinter der Theke, vorne am Tresen sitzt ein Polizist und alles sieht zunächst vollkommen normal aus. Bis die Kamera in bester Filmmanier durch die Toilette streift. Ein Mann geht seinem Geschäft nach, die meisten Toilettentüren sind offen. Plötzlich ein Schnitt, auf einer der Toiletten sitzt Lucas, völlig in Trance versetzt. Seine Augen sehen unnatürlich aus, seine Arme bluten, das Messer hält er noch in der Hand. Plötzlich steht Lucas auf, verlässt die Toilettenkabine und sticht sein Opfer brutal nieder. Mehrere Messerstiche landen in der Brust des Mannes.

Fahrenheit
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Benjamin Boerner

Fahrenheit


Fahrenheit


Fahrenheit


Fahrenheit


Benjamin Boerner am 13 Okt 2005 @ 00:19
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen