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Tales of Vesperia: Review

  XBOX 360 

Mit Tales of Vesperia erscheint endlich auch hierzulande wieder ein Ableger der beliebten japanischen Rollenspiel-Serie, welche in unseren Gefilden mittlerweile ebenfalls jede Menge Anhänger gefunden hat. Verantwortlich dafür ist nicht zuletzt der geniale Vorgänger Tales of Symphonia, welcher vor rund fünf Jahren auf dem Nintendo GameCube erschienen ist. Dementsprechend hoch sind natürlich die Erwartungen der Fans. Ob Tales of Vesperia diese wirklich erfüllen kann, erfahrt ihr in unserem Test.

In Tales of Vesperia übernehmt ihr die Rolle des ehemaligen Ritters Yuri Lowell, der sich über die grosse Kluft zwischen Reichen und Armen in der Welt von Terca Lumireis aufregt. Hauptgrund für den fortwährenden Zwist zwischen den beiden Schichten sind die sogenannten Blastia. Dabei handelt es sich um mächtige Artefakte, welche unter anderem als Energiequellen, Waffen und Statussymbole dienen. Der Grossteil dieser Artefakte befindet sich in der Hand der Oberschicht, was unweigerlich zu Konflikten führt. Vor allem dann, wenn den Armen ein solches gestohlen wird.

Als Yuri versucht, das Artefakt zurückzuholen, landet er im Gefängnis, wo er allerdings nicht lange bleibt. Bei seiner Flucht trifft er auf die bezaubernde, wenn auch etwas geheimnisvolle Estelle, welche auf der Suche nach Yuris altem Freund Flynn ist. Dieser soll sich angeblich in höchster Gefahr befinden, weshalb sich die beiden sofort auf den Weg machen, ihn zu retten. Das ist allerdings erst der Anfang des Abenteuers, welches euch bis zum Abspann rund 40 bis 50 Stunden beschäftigen wird. Dass man trotz der eher einfallslosen Geschichte und den teilweise extrem langen, nicht sonderlich spannenden Dialogen bis zum bitteren Ende durchhält, liegt in erster Linie an den interessanten Charakteren, welche einem mit der Zeit richtig ans Herz wachsen.

Tales of Vesperia


Auf in den Kampf!

Ein weiterer Grund sind die schnellen, actionreichen Kämpfe, welche im Gegensatz zu vielen anderen Genrekonkurrenten in Echtzeit ablaufen. Auch Zufallskämpfe gibt es glücklicherweise keine. Den Feinden auszuweichen ist jedoch nur auf der Weltkarte problemlos möglich, da die Levels dafür meist zu eng gestaltet wurden.

Trefft ihr auf einen Widersacher, wird das Kampfgeschehen automatisch in eine Art Arena verlegt, wo ihr eure Gegner mit Nah- und Fernkampfangriffen sowie magischen Attacken und diversen Kombos beharken könnt. Dabei ist gutes Timing und ein schneller Finger oft wichtiger als eine ausgeklügelte Taktik. Mit Button Mashing allein werdet ihr allerdings auch nicht weit kommen. Spätestens beim ersten Bosskampf und vor allem im späteren Spielverlauf ist eine halbwegs durchdachte Mischung aus Angriff und Verteidigung Pflicht. Ansonsten werdet ihr schneller das Zeitliche segnen, als euch lieb ist. Und das ist ein echtes Ärgernis, da die Speicherpunkte teils ganz schön unfair verteilt wurden. Da hilft es einem meist reichlich wenig, dass man dafür auf der Weltkarte seinen Spielstand jederzeit sichern darf.

Umso ärgerlicher, dass einem die bis zu drei KI-Kollegen in den Kämpfen keine allzu grosse Hilfe sind. Zwar lassen sich diesen durchaus individuelle Verhaltensweisen zuordnen, welche aber oft nicht wie gewünscht umgesetzt werden. Wesentlich spassiger sind die Kämpfe daher mit menschlichen Mitstreitern. Selbst wenn das Geschehen dadurch etwas unübersichtlich und hektisch wird.

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Tim Richter


Tales-of-Vesperia


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Tim Richter am 20 Aug 2009 @ 12:52
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