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Erfahrene Spieler kommen auf Anhieb mit Nightfall zurecht. Die Erweiterungen sind unterm Strich relativ innovativ, machen das Spiel vor allem für Solospieler etwas interessanter, aber sind überschaubar. Neu ist beispielsweise die sogenannte Heldenklasse. Während ihr in anderen Ablegern der Serie höchstens NPCs für Kämpfe mieten konntet, bleiben Helden auf Wunsch an eurer Seite. Denen könnt ihr in Nightfall sogar eigene Rüstungen und Waffen anlegen, oder per Zielmarkierungen Laufrouten befehligen. Das gestaltet sich übrigens ziemlich komfortabel. Unterhalb des runden Übersichtsradars findet ihr einige Icons. Damit platziert ihr einfach eine Fahne in der Spielumgebung und der gewählte Held, oder die gewählten Helden, laufen drauf los. Praktisch ist das vor allem für Magierklassen, deren Rüstungsschutz als mangelhaft zu bewerten ist. Einfach gut gepanzerte Kameraden vorausschicken. Fertig. Na ja, nicht ganz. Denn im Kampf kommt es natürlich immer noch drauf an, wie ihr eure Fertigkeitenpunkte vorher verteilt habt und welche Talente ihr einsetzt. Von denen gibt es in Nightfall jetzt 350 neue, laut Hersteller. Und da ein Held allein auch noch keine gute Party macht, dürfen bis zu drei von ihnen mitgeschleppt werden. Sogar bis in die PvP-Schlachten hinein. Der Nachteil: Irgendwann sind alle Plätze in der Gruppe belegt und menschliche Mitspieler gucken doof aus der Rüstung, wenn ihnen mal wieder die Aufnahme verweigert wird.
Vor allem für erfahrene Guild-Wars-Spieler interessant sind die beiden neuen Figurenklassen Derwisch und Paragon. Das sind nicht etwa die Eltern von Karius und Baktus, sondern für Elona ganz typische Klassen. Etwa der Derwisch, einen Sensen schwingender Wüstenbewohner, magiebegabt und so unheimlich wie ein Taliban-Kämpfer auf Speed. Seine Kraft kommt nicht allein aus seiner Sense, die herum gewirbelt sogar ziemlich cool aussieht, sondern auch aus seinen Künsten der Erdmagie oder Mystik. Ein echter Allrounder also. Und zu Beginn ein klarer Favorit nach der Installation von Nightfall. |
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