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Red Faction - Guerrilla: Review Anfang 2000 weckte Volition mit Red Faction extreme Hoffnungen im Shooter-Genre, sollte die eigens entwickelte GeoMod-Engine doch erstmals komplett zerstörbare Spielumgebungen bieten. Tatsächlich konnte man sich in dem Spiel durch Wände sprengen, war allerdings an vielen Stellen designtechnischen Einschränkungen unterlegen. Daran änderte auch ein späteres Sequel nichts, das wertungsmässig eher schlecht als recht wegkam. Es musste also ein Neubeginn her, mit neuem Spielkonzept und einem sinnvolleren Einsatzgebiet für die GeoMod-Technologie. Wir sagen euch, warum nicht nur Bombenleger von Red Faction Guerrilla begeistert sein werden.
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Rachefeldzug
Ingenieur Alec Mason trifft frisch in der noch jungen Marskolonie der Menschen ein. Der Planet verfügt dank Terraforming über Atemluft und wurde immerhin schon mit einem provisorischen Verkehrssystem ausgestattet. Asphaltierte Strassen durchziehen die hügeligen, in rötlichem Ton eingehüllten Landschaften - und manche Tempolimitschilder erinnern frappierend an das europäische Biosiegel. Ein Traumziel für die Flitterwochen ist der Mars also nicht gerade. Kurz nach seiner Ankunft macht Alec unangenehme Bekanntschaft mit der Earth Defense Force (kurz EDF). Die Organisation hat sich auf dem roten Planeten breitgemacht, nachdem die Ultor Corporation in den Prequels endgültig gestürzt wurde, und setzt die Interessen von stinkreichen Konzernen um.
Natürlich bleiben dabei auch diesmal wieder Menschenrechte auf der Strecke. Ein guter Grund also für die Rebellentruppe Red Faction, sich neu zu formieren und der EDF einzuheizen. Alecs Bruder Dan wird in einer Verkehrskontrolle willkürlich von einem EDF-Einsatzteam hingerichtet. Mit Hilfe der Rebellen kann Alec fliehen, fest entschlossen, den Tod seines Bruders zu rächen. Er schliesst sich dem Verein an und darf künftig, unter eurer Kontrolle, die Drecksarbeit für ihn erledigen.
Far Cry 2 auf dem Mars?
Ja, die Ähnlichkeit mit Far Cry 2 ist nicht von der Hand zu weisen. Da haben wir eine grosse Spielwelt mit so genannten Safehouses und Sektoren, die es einzunehmen gilt. Dazu eine riesige Auswahl an zivilen und militärischen Fahrzeugen, manche davon mit Bordgeschützen ausgestattet. Nicht zu vergessen eine Reihe von Haupt- und Nebenmissionen, die komfortabel auf einer Vollbildkarte abgerufen und angesteuert werden können. Pfeile in der Landschaft führen euch dann zuverlässig ans Ziel. Übrigens erinnern Teile des exzellenten Spiel-Soundtracks frappierend an The Dark Knight. Also in vielerlei Hinsicht gut geklaut, statt schlecht erfunden?
In den bereits genannten Safehouses habt ihr Zugriff auf unerschöpfliche Munitionslager, aber auch auf eine Forschungseinrichtung der Rebellen. Hier gebt ihr neue Waffen und Ausrüstungsteile in Auftrag, die dann in Waffenschränken und Kisten jederzeit zur Verfügung stehen. Die Herstellungspläne erhaltet ihr hauptsächlich durch das Absolvieren von Aufträgen, aber nicht nur das. Sechs Sektoren gilt es für die Rebellen einzunehmen, für jeden Sektor müsst ihr bis zu drei Hauptmissionen erledigen. Klingt einfach, doch wird der letzte Primärauftrag erst freigeschaltet, wenn die Moral der EDF in dem Sektor gänzlich am Boden ist. Und hier wären wir wieder beim Thema Nebenmissionen.
Elefant im Porzellanladen
Mit jeder gegen die EDF gerichteten Tat sinkt deren Moralwert mehr oder weniger stark in den Keller. Schon die Zerstörung eines Werbeplakats, mittels des stets im Gepäck mitgeführten Vorschlaghammers, bringt dem Gegner Minuspunkte ein. Es wäre allerdings sehr mühsam, die vielen Quadratkilometer abzulaufen und nach Schildern Ausschau zu halten. Viel spassiger sind da doch Spreng-, Geiselbefreiungs-, Eroberungs- und Verfolgungsaufträge, deren Erledigung euch oft obendrein auch noch ein höheres Ansehen in der Bevölkerung verschafft. Ihr startet in einem Safehouse nach Wahl, wählt drei Wunschwaffen - mehr kann Alec nämlich nicht mitschleppen - und schaut euch auf der Vollbildkarte nach einem Ziel um. Praktischerweise steht im Safehouse immer schon ein Wagen bereit, also könnt ihr euch direkt auf den Weg machen. |
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