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Rise of the Argonauts: Review

 
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Hersteller: Liquid Entertainment
Publisher: Codemasters
Genre: Adventure und Rollenspiel: Rollenspiel
USK: keine Jugendfreigabe
PEGI: 18+
Spieler: nur Singleplayer
Testversion: 1.00
Weitere Infos: Game-Facts zu Rise of the Argonauts

Fazit von Daniel Boll (PC)

Rise of the Argonauts ist wieder so ein Spiel, das mich wütend macht. Eigentlich hat das Abenteuer rund um Jason, Herkules und Konsorten nämlich durchaus seinen Reiz. Schnelle, harte Kämpfe mit Splatter-Bonus, eine Charakterentwicklung, die sich spürbar auf die Kampffertigkeiten auswirkt, eine fast schon vorbildlich dichte Erzählweise mit vielen Zwischensequenzen und eine durchaus solide grafische Präsentation. Dass Liquid Entertainment und Codemasters letztlich dann doch die Kurve in Richtung höhere Wertungsregion nicht bekommen haben, hängt mit vielen technischen und spielerischen Patzern zusammen.

Das Kampfsystem ist wegen der unübersichtlichen Kamera und störrischen Begleiter manchmal eher demotivierend, zumal die meisten Gegner auch keine grosse Herausforderung darstellen. Die Charakterentwicklung wird wegen der umständlichen Menüführung zur logistischen Meisterleistung. Und Dialoge sind oftmals so langweilig in Szene gesetzt, dass sie als verschreibungspflichtiges Schlafmittel angeboten werden sollten. Zu allem Überfluss sind alle Schauplätze auch noch extrem linear und bieten abseits der Suche nach dem Goldenen Vlies kaum Interaktions- und Entdeckungsmöglichkeiten, geschweige denn den Hauch eines Wiederspielbarkeitswertes. Die Spielwelt wirkt einfach zu statisch.

Was dann endgültig meinen Geduldsfaden zum Reissen bringt, ist die Tatsache, dass mein Logitech-Gamepad unbrauchbar ist, weil nur ein originaler Xbox 360-Controller richtig unterstützt wird. Die Engine neigt ausserdem zu Rucklern sowie Abstürzen und kann nicht mal hinsichtlich Grafikdetails eingestellt werden. Und die Speicherfunktion treibt mich zur Weissglut, wenn sie mich nach dem Bildschirmtod wieder mal so weit vor einen Kampf zurücksetzt, dass ich mir Dialoge oder Zwischensequenzen jedes Mal aufs Neue antun muss. Von den vielen Ladepausen, die meist 20 Sekunden oder länger dauern, ganz zu schweigen.

Nee, Zeus persönlich soll einen Blitz auf mich schleudern, wenn ich hier eine Kaufempfehlung ausspreche. Ich kann euch nicht mal raten, auf einen Patch zu warten, da es unwahrscheinlich ist, dass dieser riesige, tiefsitzende Wust an Designfehlern auf diese Weise noch ausgebügelt werden könnte. Derzeit spricht einfach rein gar nichts dafür, über 40 Euro in dieses Produkt zu investieren.

PC-Wertung:

5.5


Fazit von Christian Breitbach (PS3)

Ich lande bei einer 6.5 und damit etwas höher als der Kollege Boll. Das liegt ausschliesslich an der besseren Steuerung und der Tatsache, dass keine Abstürze auftreten. Während das Spiel auf dem Computer ohne Gamepad zur Farce wird, kommt für den Konsolero ein anderes Eingabegerät sowieso nicht in Frage. Von daher ist der Bereich in Ordnung, der übrige Technikteil allerdings nicht. Hier offenbaren sich eklatante Mängel. Die Grafik ist zu trist und die Missionen sind viel zu linear aufgebaut. Hinzu kommen die schlechte deutsche Sprachausgabe und fehlende Wow-Effekte. Zu keiner Zeit hebt sich der Titel vom Durchschnitt des Genres ab.

Rise of the Argonauts bringt gute Ansätze mit, scheitert allerdings an der Umsetzung. Das Spiel erhält deshalb keine Kaufempfehlung von mir. Vielleicht folgt ja, wie so oft, eine Fortsetzung, die sich der Kritikpunkte annimmt. Dann könnten wir noch mal über eine bessere Wertung samt Kaufempfehlung sprechen.

PS3-Wertung:

6.5



Review Lesen - Seite 1

Pro: Contra:
+ Detaillierte Charaktermodelle
+ Dichte Erzählweise
+ Effektreiche Kämpfe mit Splatter-Bonus
+ Lippensynchrone Sprachausgabe...
+ Solide grafische Präsentation
- Abstürze und Nachladeruckler
- Argonauten-KI
- Einschläfernde Dialoge
- ...von durchwachsener Qualität
- Grafikdetails nicht einstellbar
- Interaktionsarme Spielwelt
- Kameraprobleme
- Steuerung kaum einstellbar
- Umständliche Menüführung (PC)
- Speicherfunktion
- Viele Ladepausen
- Xbox 360-Controller-Zwang (PC)

Gesamtwertung:  
GBase Score:
-
Herausforderung: Mässig
Geeignet für Amateure
Spieldauer: 10 - 15 Std.
Abwechslung: Geht so
Atmosphäre: Geht so
Langzeitmotivation: Geht so
Bedienung: Umständlich
Preis/Leistung: Schlecht
Multiplayer: Keiner

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Daniel Boll am 24 Jan 2009 @ 00:06
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